Dedalus ORBIS über MCP mit KI nutzen
ORBIS ist in vielen Kliniken im deutschsprachigen Raum die zentrale Datendrehscheibe für Dokumentation, Medikation und Abrechnung. Einen MCP-Server stellt Dedalus dafür nicht bereit – die Verbindung zu CompanyGPT entsteht als Integrationsprojekt über HL7 v2, ISiK-FHIR und IHE-Profile.
Was ist Dedalus ORBIS?
ORBIS ist das Krankenhausinformationssystem der Dedalus HealthCare GmbH mit Sitz in Bonn, die zur italienischen Dedalus Group gehört und aus dem früheren Agfa-HealthCare-Geschäft hervorgegangen ist. Das System deckt klinische Dokumentation, Medikationsprozesse, OP-Planung, Pflege und Abrechnung ab; mit ORBIS U steht eine modernisierte Produktgeneration bereit. Betrieben wird es typischerweise im eigenen Rechenzentrum der Klinik.
Damit liegt im KIS ein großer Teil des betrieblichen Wissens eines Krankenhauses – zugleich unterliegt es strengen rechtlichen Anforderungen. Für den KI-Einsatz zählt deshalb weniger der breite Zugriff als der klar umrissene: definierte Datenausschnitte für definierte Aufgaben, etwa in Verwaltung, Medizincontrolling oder Qualitätsmanagement, mit dokumentierter Rechtsgrundlage und nachvollziehbaren Berechtigungen.
Anbindung auf einen Blick
- MCP-Server
- Keiner verfügbar – individuelle Anbindung
- Schnittstellen
- HL7 v2, FHIR/ISiK (§ 373 SGB V), IHE-Profile (u.a. XDS)
- Authentifizierung
- Schnittstellenkonten im Kliniknetz, projektspezifisch
- Betriebsmodell
- On-Premises (ORBIS U als modernisierte Generation)
- Berechtigungen
- Fest definierte Abfragen je Werkzeug, Rollensteuerung in CompanyGPT
So verbinden Sie Dedalus ORBIS mit CompanyGPT
Dedalus stellt für ORBIS keinen MCP-Server bereit. Die Nutzung mit CompanyGPT entsteht deshalb nicht über eine fertige Komponente, sondern als Integrationsprojekt auf Basis der Schnittstellen, die in Ihrem Haus ohnehin in Betrieb sind.
In der Praxis sind das HL7-v2-Nachrichten über den Kommunikationsserver, FHIR-Ressourcen aus den ISiK-Schnittstellen, die § 373 SGB V für Krankenhäuser verbindlich vorschreibt, sowie IHE-Profile wie XDS für den Dokumentenaustausch. Aus diesen Quellen modellieren wir MCP-Werkzeuge mit fest definierten Abfragen: Ein Agent liest genau die Felder, die für den freigegebenen Anwendungsfall vorgesehen sind – nicht mehr. Aggregierte oder pseudonymisierte Sichten sind dabei oft die passendere Grundlage als Einzelfalldaten.
Die Schnittstellenkonten vergibt und protokolliert Ihre IT. In CompanyGPT entscheiden Ihre Administratoren zusätzlich über Rollen und Gruppen, welche Abteilungen die Integration nutzen dürfen. Wir richten den Zugriff standardmäßig lesend ein; jede Erweiterung, insbesondere schreibende Zugriffe auf ORBIS, erfolgt nur nach ausdrücklicher Freigabe und in Abstimmung mit Datenschutz und Klinikleitung.
Hinweis für On-Premises-Betrieb: CompanyGPT läuft in Ihrem eigenen Azure-Tenant – dadurch lässt sich Ihr On-Premises-Netz direkt anbinden: über ein Site-to-Site-VPN (Azure VPN Gateway) oder ExpressRoute zwischen Ihrem Firmennetz und dem virtuellen Netzwerk Ihrer CompanyGPT-Umgebung. Das System muss dafür nicht öffentlich erreichbar sein; wir richten die Verbindung gemeinsam mit Ihrer IT ein.
Typische Anwendungsfälle
So arbeiten KI-Agenten in CompanyGPT mit Dedalus ORBIS
Qualitätsberichte vorbereiten
Das Qualitätsmanagement lässt Kennzahlen für interne Berichte und externe Qualitätssicherung zusammenstellen und erhält Hinweise auf Lücken in der Dokumentation.
Prüfanfragen strukturieren
Bei Anfragen des Medizinischen Dienstes sammelt der Agent die relevanten Dokumentationsbestandteile eines Falls und bereitet sie für die ärztliche Prüfung auf.
OP-Planung im Blick behalten
Das OP-Management fragt Auslastung, freie Kapazitäten und Verschiebungen im Chat ab, statt Auswertungen für jede Rückfrage neu zu erzeugen.
Häufig gestellte Fragen
Dedalus ORBIS und KI – die wichtigsten Antworten
Gibt es einen MCP-Server für ORBIS?
Nein. Dedalus bietet für ORBIS keinen MCP-Server an. Der Zugriff aus CompanyGPT wird individuell über die vorhandenen Klinikschnittstellen aufgebaut.
Welche Schnittstellen nutzen Sie stattdessen?
HL7 v2 über den Kommunikationsserver, FHIR über die gesetzlich vorgeschriebenen ISiK-Schnittstellen nach § 373 SGB V sowie IHE-Profile für den Dokumentenaustausch. Diese Aufrufe stellen wir CompanyGPT als MCP-Werkzeuge bereit.
Welche Daten bekommt ein KI-Agent zu sehen?
Ausschließlich die Felder, die im jeweiligen Werkzeug hinterlegt sind. Für viele Auswertungen reichen aggregierte oder pseudonymisierte Daten. Den Umfang legen Sie vor dem Projektstart mit Ihrem Datenschutzbeauftragten fest.
Wie wird das Kliniknetz eingebunden?
ORBIS bleibt in Ihrem Netz, CompanyGPT in Ihrem eigenen Cloud-Tenant. Verbunden werden beide über eine dedizierte, verschlüsselte Strecke, die wir gemeinsam mit Ihrer IT und den Netzwerkverantwortlichen einrichten.
Kann die KI Einträge in ORBIS erzeugen?
Technisch ist das über die Schnittstellen möglich, wir richten es aber nicht standardmäßig ein. Schreibende Zugriffe auf ein KIS setzen eine ausdrückliche Freigabe, klare Verantwortlichkeiten und eine dokumentierte Prüfung voraus.
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Dedalus ORBIS ist eine Marke des jeweiligen Inhabers (Dedalus HealthCare GmbH (Dedalus Group)). Die Nennung beschreibt die Kompatibilität und impliziert keine Partnerschaft oder Empfehlung. Verfügbarkeit und Funktionsumfang der Anbindung richten sich nach dem jeweiligen Anbieter.
