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DECISION Microsoft USA

Microsoft-Decision-1

Microsoft-Decision-1: Entscheidungsmodell in Microsoft Foundry mit kalibrierten Wahrscheinlichkeiten je Antwortoption, 32K Input, 0,042 USD je 1 Mio. Input-Token.

Lizenz Proprietär (Microsoft)
DSGVO-Hosting Verfügbar
Kontext 32000 Tokens
Modalität Text → Kalibrierte Wahrscheinlichkeit je Antwortoption

Versionen

Verfügbare Modellvarianten im Überblick

ModellReleaseEUStärkenSchwächenStatus
Microsoft-Decision-1
9. Oktober 2026
Kalibrierte Wahrscheinlichkeit für jede vorgegebene Antwortoption in einem einzigen Modellaufruf Fragetypen: Ja/Nein, Multiple Choice, Rating, Klassifikation und Rubrik-basierte Bewertung Laut Microsoft höchste Genauigkeit in einem Vergleich über 36 Benchmarks mit knapp 150.000 Fragen, die nicht im Training verwendet wurden Laut Microsoft P50-Latenz rund 35-mal niedriger als GPT-6 Sol und 4,5-mal schneller als Quyet-1.0-Large Robust gegen Umformulierung: Entscheidung ändert sich laut Microsoft bei 1,3 % der Perturbationen, bei umformulierten oder umsortierten Optionen gar nicht Sehr niedrige Kosten: 0,042 USD je 1 Mio. Input-Token, Output kostenlos
Nur Text, Eingaben bis 32K Token; keine Bilder, kein Audio, kein Video Erzeugt keine Begründungen oder Erklärungen zu seinen Entscheidungen Proprietär, keine offenen Gewichte; Self-Hosting nicht möglich Regionen und EU Data Zone in der Foundry-Doku noch nicht ausgewiesen Alle Leistungsangaben stammen von Microsoft; unabhängige Evaluationen liegen noch nicht vor
Aktuell

Einsatzbereiche

Typische Anwendungsgebiete für dieses Modell

Routing von Anfragen und Modellen
Klassifikation und Intent-Erkennung
Priorisierung und Incident-Routing
Verifikation und Datenvalidierung
KI-Bewertung mit Rubriken (LLM as a Judge)
Agent-Kontrollen und Workflow-Steuerung
Safety-Screening von Inhalten

Technische Details

API, Features und Capabilities

API & Verfügbarkeit
Verfügbarkeit Public in Microsoft Foundry (Modellkatalog), OpenRouter angekündigt
Latenz (TTFT) Laut Microsoft P50 rund 35-mal niedriger als GPT-6 Sol
Features & Capabilities
Structured Output
Training & Wissen
Wissensstand nicht dokumentiert (Basis Qwen3.5-9B laut Microsoft)
Fine-Tuning Nicht verfügbar
Sprachunterstützung
Beste Qualität Englisch
Unterstützt Mehrsprachige Aufgaben laut Microsoft Teil der Evaluation; Sprachliste nicht veröffentlicht
Für deutschsprachige Entscheidungsaufgaben eigene Evaluation vor dem Einsatz empfohlen

Hosting & Compliance

DSGVO-konforme Hosting-Optionen und Lizenzierung

DSGVO-konforme Hosting-Optionen
Microsoft Foundry
Noch nicht ausgewiesen
Deployment-Typen und Regionen sind in der Foundry-Regionsübersicht noch nicht gelistet; EU Data Zone vor Einsatz prüfen
Lizenz & Hosting
Lizenz Proprietär (Microsoft)
Sicherheitsfilter Safety-Evaluation laut Microsoft auf 5.250 Anfragen aus 11 Benchmarks (schädliche Inhalte, Jailbreaks, Prompt Injection)
Enterprise Support Ja
Nur Cloud

Benchmarks

Leistungsvergleich mit standardisierten Tests

Entscheidungsänderung bei Perturbationen (Microsoft-Angabe)
1.3

Microsoft-Decision-1 ist ein Entscheidungsmodell von Microsoft, das seit dem 9. Oktober 2026 in Microsoft Foundry verfügbar ist. Es gehört zur Kategorie der System-One-Modelle, die wir im Beitrag Jev von TypeSafe: Das KI-Modell, das keinen Text schreibt erklärt haben: Statt eine Antwort zu formulieren, bewertet das Modell vorgegebene Antwortoptionen und gibt für jede eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit zurück. Damit eignet es sich für die vielen kleinen Entscheidungen in KI-Workflows, etwa welches Modell eine Anfrage bearbeiten soll, ob eine Agentenaktion zulässig ist oder wie ein Ticket einzuordnen ist.

Grundlage dieser Seite sind die Ankündigung im Microsoft-Blog Command Line von Achint Srivastava, VP of Software Engineering im Office of the CTO, und die Modellübersicht in Microsoft Learn. Stand dieser Übersicht: Oktober 2026.

Was ist Microsoft-Decision-1?

Laut Microsoft ist Decision-1 ein nachtrainiertes Qwen3.5-9B, optimiert für schnelles Bewerten in einem einzigen Durchlauf. Microsoft kündigt an, das Modell künftig auch auf andere Basismodelle zu setzen, darunter Modelle von Microsoft AI (MAI) und OpenAI.

Das Modell beantwortet strukturierte Fragen:

  • Ja/Nein: etwa „Darf dieser Agent die Aktion ausführen?“
  • Multiple Choice und Klassifikation: etwa die Zuordnung eines Tickets zu einer von mehreren Kategorien
  • Ratings: Bewertung auf einer vorgegebenen Skala
  • Rubrik-basierte Bewertung: Bewertung von KI-Antworten oder Agentenaktionen anhand definierter Kriterien

Für jede Antwortoption liefert Decision-1 eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit. Eine Anwendung kann damit Schwellwerte setzen, etwa nur bei hoher Sicherheit automatisch handeln und unsichere Fälle an einen Menschen oder ein größeres Modell weitergeben.

Funktionsweise und Limits

Laut Microsoft Learn verarbeitet Decision-1 Eingaben bis 32K Token und erzeugt die Entscheidungswerte in einem einzigen Modellaufruf. Das Modell ist nur für Text ausgelegt, es nimmt keine Bilder, kein Audio und kein Video entgegen. Es erzeugt keine Begründungen: Wer eine nachvollziehbare Erklärung braucht, kombiniert Decision-1 mit einem Sprachmodell oder dokumentiert die Entscheidungslogik im Workflow selbst.

Benchmarks laut Microsoft

Microsoft hat Decision-1 nach eigenen Angaben in einem Vergleich über 36 Benchmarks mit knapp 150.000 Fragen getestet, die nicht im Training verwendet wurden. Abgedeckt waren Routing, Ranking, lange Kontexte, mehrsprachige und Out-of-Distribution-Aufgaben, Reasoning und Safety. Decision-1 erreichte dabei laut Microsoft die höchste Genauigkeit und war zugleich am schnellsten: 4,5-mal schneller als Quyet-1.0-Large, das die zweitbeste Genauigkeit erzielte, und mit einer rund 35-mal niedrigeren P50-Latenz als GPT-6 Sol.

Zur Robustheit nennt Microsoft, dass sich die Entscheidung bei 1,3 % der Perturbationen ändert und gar nicht, wenn Optionsbeschreibungen umformuliert oder Optionen umsortiert werden. Die Safety-Evaluation umfasste 5.250 Anfragen aus 11 Benchmarks zu schädlichen Inhalten, Jailbreaks und Prompt Injection.

Aus der internen Nutzung berichtet Microsoft unter anderem von Xbox Research: Beim Labeling von 10.000 Freitext-Feedbacks war Decision-1 14-mal schneller und 200-mal günstiger als GPT-6 Sol. Alle Zahlen stammen von Microsoft; unabhängige Evaluationen liegen noch nicht vor.

Preise

ModellInput (USD pro 1M Token)OutputVerfügbarkeit
Microsoft-Decision-10,042kostenlosMicrosoft Foundry, OpenRouter angekündigt

Preise laut Microsoft, Stand Oktober 2026. Weil das Modell nur Wahrscheinlichkeiten für vorgegebene Optionen zurückgibt, bestimmen praktisch allein die Input-Token die Kosten.

Verfügbarkeit in der EU und DSGVO

Decision-1 ist im Modellkatalog von Microsoft Foundry verfügbar. In der Regionsübersicht für Foundry-Modelle, die Microsoft direkt vertreibt, ist das Modell noch nicht mit Deployment-Typen und Regionen gelistet. Ob eine EU Data Zone oder eine Region wie Sweden Central oder Germany West Central angeboten wird, ist damit nicht belegt. Offene Gewichte gibt es nicht, ein Betrieb auf eigener Infrastruktur ist also nicht möglich.

Für Workflows mit personenbezogenen Daten sollte vor dem Einsatz die konkrete Deployment-Region im eigenen Foundry-Projekt geprüft werden. Wer EU-Residenz zwingend braucht und Self-Hosting bevorzugt, findet mit Cloudflare Clef und GLiNER2.5-Decide offene Alternativen.

Einordnung im Feld der Entscheidungsmodelle

Decision-1 erweitert die noch junge Kategorie der Entscheidungsmodelle um ein Angebot direkt aus dem Azure-Ökosystem. Im Vergleich zu den anderen Modellen dieser Kategorie:

  • Jev von TypeSafe hat die Kategorie geprägt und läuft als gehostete API.
  • Clef von Cloudflare ist offen (Apache 2.0), multimodal und lässt sich selbst betreiben.
  • Laya, Julia-1 und GLiNER2.5-Decide decken spezialisierte und kompakte Varianten ab.
  • OpenAI bietet mit der Decisions API auf Basis von GPT-6 Luna einen ähnlichen Ansatz.
  • Microsoft-Decision-1 ist proprietär, sehr günstig und direkt in Microsoft Foundry nutzbar.

Unsere Empfehlung

Für Unternehmen, die ihre KI-Workloads bereits auf Azure und in Microsoft Foundry betreiben, ist Decision-1 ein naheliegender Baustein für Routing, Klassifikation und Agent-Kontrollen: wenige Cent pro Million Input-Token, kalibrierte Wahrscheinlichkeiten und laut Microsoft deutlich niedrigere Latenz als große Sprachmodelle. Vor dem produktiven Einsatz empfehlen wir, die Deployment-Region zu klären und das Modell mit eigenen, auch deutschsprachigen Testfällen gegen die bestehende Lösung zu evaluieren. In CompanyGPT und dem AI Gateway lassen sich solche Entscheidungsmodelle als vorgeschaltete Routing- und Prüfstufe einsetzen; wir unterstützen bei Auswahl, Evaluation und Integration.

Verwandte Entscheidungsmodelle

Zur Kategorie der Entscheidungsmodelle (System One) gehören auch Cloudflare Clef, Laya, Jev, Julia-1 und GLiNER2.5-Decide. Auch OpenAI geht mit der Decisions API auf Basis von GPT-6 Luna in diese Richtung; Details stehen auf der Seite OpenAI GPT. Weitere Microsoft-Modelle finden Sie unter Microsoft Phi und MAI.

Kostenkalkulation für dieses Modell

Eine aktuelle Übersicht über Token-Preise, Modellvarianten und EU-Verfügbarkeit finden Sie auf unserem Schwesterprojekt ai-prices.eu. Dort lassen sich die laufenden Betriebskosten für Ihren konkreten Anwendungsfall vergleichen und abschätzen.

Preise auf ai-prices.eu vergleichen

ai-prices.eu ist ein Projekt der innFactory AI Consulting GmbH und hilft bei der transparenten Preisabschätzung führender KI-Modelle.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Microsoft-Decision-1?

Microsoft-Decision-1 ist ein Entscheidungsmodell von Microsoft, das am 9. Oktober 2026 in Microsoft Foundry erschienen ist. Statt Text zu erzeugen, gibt es für jede vorgegebene Antwortoption eine kalibrierte Wahrscheinlichkeit zurück. Es unterstützt Ja/Nein-Fragen, Multiple Choice, Ratings, Klassifikation und Rubrik-basierte Bewertungen. Laut Microsoft ist es ein nachtrainiertes Qwen3.5-9B.

Wofür eignet sich Microsoft-Decision-1?

Microsoft nennt Routing, Klassifikation, Priorisierung, Verifikation und Workflow-Steuerung als Kernaufgaben, dazu Agent-Kontrollen, Modell-Routing, Datenlabeling, KI-Bewertung (LLM as a Judge), Intent-Erkennung, Incident-Routing, Datenvalidierung, Suchrelevanz, Inhaltsklassifikation und Safety-Screening. Es ersetzt kein Sprachmodell für Texterstellung, sondern übernimmt die schnellen Ja/Nein- und Auswahlentscheidungen in einem Workflow.

Was kostet Microsoft-Decision-1?

Laut Microsoft kosten Input-Token 0,042 USD pro 1 Million Token, Output-Token sind kostenlos. Weil das Modell nur Wahrscheinlichkeiten für vorgegebene Optionen zurückgibt, fallen kaum Output-Token an.

Wie schnell ist Microsoft-Decision-1?

Microsoft gibt an, dass die mittlere Latenz (P50) etwa 35-mal niedriger liegt als bei GPT-6 Sol und das Modell 4,5-mal schneller antwortet als Quyet-1.0-Large, das in Microsofts Vergleich die zweitbeste Genauigkeit erreichte. In einem internen Labeling-Projekt von Xbox Research war es laut Microsoft 14-mal schneller und 200-mal günstiger als GPT-6 Sol.

Ist Microsoft-Decision-1 DSGVO-konform nutzbar?

Das Modell läuft in Microsoft Foundry. Deployment-Typen und Regionen weist Microsoft in der Regionsübersicht von Foundry bislang nicht aus, eine EU Data Zone ist damit nicht belegt. Offene Gewichte gibt es nicht, Self-Hosting ist also keine Option. Vor einem Einsatz mit personenbezogenen Daten sollte die konkrete Deployment-Region geprüft werden.

Wie unterscheidet sich Microsoft-Decision-1 von Clef oder Jev?

Alle drei sind Entscheidungsmodelle, die Wahrscheinlichkeiten statt Text liefern. Clef von Cloudflare steht unter Apache 2.0 und lässt sich selbst betreiben, Jev von TypeSafe ist das Modell, das die Kategorie geprägt hat. Microsoft-Decision-1 ist proprietär, läuft in Microsoft Foundry und ist damit vor allem für Unternehmen interessant, die ihre KI-Infrastruktur bereits auf Azure betreiben.

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Wir helfen Ihnen bei der Auswahl und Integration des richtigen KI-Modells für Ihren Anwendungsfall.