innFactory AI Consulting aus Rosenheim berät Unternehmen im DACH-Raum zur DSGVO-konformen Nutzung von Generative-Media-Tools. Krea AI ist eine kreative KI-Suite für Bild, Video und 3D - ein US-Startup mit eigenen Modellen und einem Aggregator-Ansatz, der zahlreiche Drittanbieter-Modelle unter einer Oberfläche bündelt. Wir ordnen Krea ehrlich ein: stark als Kreativwerkzeug, und seit Juni 2026 lässt sich das hauseigene Foundation-Modell Krea 2 auch als Open Weights selbst hosten - alternativ bleibt der Weg über offene Modelle wie FLUX.1 Krea eine Option für strenge DSGVO-Anforderungen. Stand dieser Übersicht: Oktober 2026.
Was ist Krea?
Krea AI versteht sich als kreative All-in-One-Suite zum Generieren, Bearbeiten und Verbessern von Bildern, Videos und 3D-Assets. Statt sich auf ein einzelnes Modell zu beschränken, verfolgt Krea einen Aggregator-Ansatz: Neben den eigenen Krea-Modellen bündelt die Plattform viele Drittanbieter - darunter FLUX, Runway, Luma, Ideogram, Kling und Veo - in einer gemeinsamen Oberfläche. So lassen sich verschiedene Modelle direkt vergleichen und kombinieren.
Im Kern bietet Krea: Text-to-Image, generatives Bild-Editing, einen Echtzeit-Canvas (Sketches werden in Sekundenbruchteilen zu Bildern), Text- und Image-to-Video, Upscaling (Topaz, bis zu sehr hohen Auflösungen) sowie LoRA-Training für eigene Stile, Gesichter oder Produkte.
Eigene Modelle: Krea 2 und Krea Realtime
Krea 2 ist nach Angaben des Anbieters das erste vollständig von Krea selbst entwickelte Foundation-Bildmodell (rund 13 Milliarden Parameter, Diffusion Transformer). Der Fokus liegt auf ästhetischer Vielfalt, Stilkontrolle und expressiver Bildsprache statt auf reinem Fotorealismus. Krea 1, der Vorgänger, war auf realistische Bilder ohne den typischen “AI Look” ausgelegt.
Krea 2 erschien am 12. Mai 2026 als Cloud-/API-Modell und ist seit dem 22./23. Juni 2026 zusätzlich als Open Weights verfügbar: Krea 2 Raw (unfinetuned, für eigenes Fine-Tuning und LoRA-Training) und Krea 2 Turbo (destilliert, laut Anbieter rund 2 Sekunden pro 2K-Bild auf Consumer-Hardware) stehen auf Hugging Face bereit. Beide Checkpoints laufen unter der „Krea 2 Community License Agreement“: Kommerzielle Nutzung ist kostenlos möglich, solange der unternehmensweite Jahresumsatz unter 1 Mio. USD liegt (rollierend über 12 Monate); darüber ist eine Enterprise-Lizenz erforderlich. Die Lizenz verpflichtet zudem zu angemessenen Content-Filter-Maßnahmen bei eigenem Hosting - im engeren Open-Source-Sinn (OSI) handelt es sich damit nicht um eine vollständig offene Lizenz, wohl aber um echte Open Weights für Self-Hosting.
Für Echtzeit-Anwendungen hat Krea Krea Realtime 14B veröffentlicht - ein 14-Milliarden-Parameter-Videomodell, das aus dem Wan 2.1 14B distilliert wurde und unter Apache 2.0 als Open Weights auf Hugging Face verfügbar ist. Es erlaubt Echtzeit-Video-Generierung mit sehr kurzer Time-to-First-Frame und Prompt-Änderungen mitten in der Generierung - benötigt für die volle Echtzeit-Leistung allerdings starke GPUs.
Bild vs. Video
- Bild: Eigenes Modell Krea 2 (native 4K, über 1000 Stile) plus aggregierte Modelle für Generierung, Editing (z.B. FLUX Kontext, Nano Banana, Qwen) und Upscaling (Topaz).
- Video: Realtime-Generierung über Krea Realtime sowie aggregierte Modelle wie Veo, Kling, Hailuo, Wan und Runway für Text- und Image-to-Video, Animation und Video-Upscaling.
Preise und API
Krea wird als Abo mit gestaffelten Tarifen vertrieben - vom kostenlosen Einstieg über Basic, Pro und Max bis hin zu Business und Enterprise. Verbrauch (Bild, Video, 3D, Upscaling, LoRA-Training) wird in einer einheitlichen Compute-Unit-Währung gemessen.
Daneben gibt es eine API, deren Preise in US-Dollar pro Generierung abgerechnet werden (nicht in Compute-Units). API-Guthaben und App-Guthaben sind getrennt; fehlgeschlagene oder abgebrochene Jobs werden nicht berechnet. Die API deckt Bildgenerierung, Upscaling und Video ab.
Seit dem 3. September 2026 bietet Krea zusätzlich Krea Agent als Beta an: einen Kreativ-Agenten, der Aufträge in natürlicher Sprache entgegennimmt, selbstständig aus über 150 Modellen im Krea-Katalog auswählt (laut Anbieter u. a. Krea 2 für schnelle Exploration), mehrstufige Workflows plant und Assets in einer geteilten Kontext-Bibliothek ablegt. Verfügbar ist Krea Agent auf den Tarifen Max, Business, Creator Max und Enterprise.
EU/DSGVO - ehrliche Einordnung
Krea AI ist ein US-Startup. Ein dediziertes EU-Hosting der Krea-Cloud (inklusive Krea Agent) ist uns nicht bekannt. Damit gelten die üblichen Fragen beim Einsatz US-amerikanischer SaaS-Dienste: Drittlandtransfer, Auftragsverarbeitung und ggf. das EU-US Data Privacy Framework müssen geprüft werden. Krea ist primär ein Kreativwerkzeug und kein dezidiertes Enterprise-DSGVO-Produkt - für sensible oder personenbezogene Inhalte sollte das bewusst berücksichtigt werden.
Der saubere Pfad für strenge DSGVO-Anforderungen ist Self-Hosting offener Modelle:
- Krea 2 Raw / Turbo: Seit Juni 2026 stehen auch die hauseigenen Bildmodelle als Open Weights auf Hugging Face bereit. Unter der „Krea 2 Community License Agreement“ ist kommerzielle Nutzung kostenlos, solange der unternehmensweite Jahresumsatz unter 1 Mio. USD liegt (rollierend 12 Monate) - darüber ist eine Enterprise-Lizenz mit Black Forest Labs bzw. Krea nötig. Die Lizenz verlangt zudem eigene Content-Filter-Maßnahmen beim Self-Hosting.
- FLUX.1 Krea [dev] ist die Open-Weights-Version von Krea 1, gemeinsam mit Black Forest Labs aus Freiburg im Breisgau (einem deutschen/europäischen Lab) entwickelt und am 31. Juli 2025 veröffentlicht. Open Weights stehen unter nicht-kommerzieller Lizenz; eine kommerzielle Lizenz ist über das BFL-Portal verfügbar. Details zur FLUX-Familie finden Sie auf unserer FLUX-Modellseite.
- Krea Realtime 14B steht unter Apache 2.0 und kann ebenfalls self-hosted betrieben werden (Distillation aus Wan 2.1 14B - Lizenzkette beachten).
Wer DSGVO-konforme generative KI in den Arbeitsalltag bringen möchte, kombiniert kreative Tools idealerweise mit einer kontrollierten, datensouveränen Umgebung - hier setzt unser CompanyGPT an.
Unsere Empfehlung
Als deutsches KI-Beratungsunternehmen sehen wir Krea als starkes Kreativwerkzeug für Marketing, Design und schnelles Prototyping - besonders durch den Aggregator-Ansatz, der viele Top-Modelle unter einer Oberfläche vereint, den Echtzeit-Canvas und seit September 2026 auch Krea Agent für orchestrierte Workflows.
- Für kreative Teams: Krea 2 und die aggregierten Modelle sind ideal für Moodboards, Konzeptkunst, Social-Media-Content und Video-Experimente.
- Für strenge DSGVO-Anforderungen: Setzen Sie auf Self-Hosting offener Modelle - Krea 2 Raw/Turbo (Community-Lizenz mit Umsatzgrenze) oder FLUX.1 Krea [dev] für Bilder (deutsche/europäische Wurzeln über Black Forest Labs) und Krea Realtime 14B (Apache 2.0) für Video. So bleibt die Datenverarbeitung in Ihrer Hand.
- Vorsicht bei personenbezogenen Inhalten: Für sensible Daten ist die US-Cloud (inklusive Krea Agent) nicht der erste Weg - hier beraten wir gern zu sauberen Alternativen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl, der rechtlichen Einordnung und der technischen Integration generativer Bild- und Videomodelle - ob Cloud, Hybrid oder vollständig On-Premise.
