Anthropic Claude ist eine Familie großer Sprachmodelle des US-Unternehmens Anthropic, das Sicherheit und Nachvollziehbarkeit ins Zentrum seiner Modellentwicklung stellt. Die Modelle sind in drei Leistungsklassen gestaffelt: Opus für komplexe, lang laufende Arbeit, Sonnet für den breiten Alltagseinsatz und Haiku für hohe Volumen und niedrige Latenz. Darüber steht die zugangsbeschränkte Mythos-Klasse mit Claude Fable 5.1 als allgemein verfügbarer Variante. Maßgeblich ist heute die Claude-5.5-Familie mit Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5.
Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entscheidet weniger das einzelne Modell als der Bezugsweg: Claude läuft neben der Anthropic-API auch auf AWS Bedrock, der Gemini Enterprise Agent Platform von Google Cloud (vormals Vertex AI) und Microsoft Foundry. Je nach Modell und Plattform unterscheiden sich EU-Regionen, Datenresidenz und Speicherpflichten deutlich. Diese Übersicht ordnet die aktuellen Claude-Modelle, Preise und EU-Optionen ein. Als KI-Beratung aus Rosenheim unterstützen wir bei Auswahl und DSGVO-konformer Integration, etwa über CompanyGPT und das innFactory AI Gateway.
Das Wichtigste in Kürze (Stand: Oktober 2026)
- Hinter Claude steht Anthropic, eine Public Benefit Corporation aus San Francisco, gegründet 2021. Vertragspartner für Kunden im EWR ist die Anthropic Ireland, Limited in Dublin.
- Claude ist DSGVO-konform nutzbar, wenn Bezugsweg und Vertrag passen: Für Unternehmenskunden arbeitet Anthropic als Auftragsverarbeiter mit EU-Standardvertragsklauseln und trainiert nicht mit Kundendaten.
- Eigene EU-Server bietet Anthropic nicht. Die Claude API und claude.ai speichern Daten in den USA. EU-Verarbeitung gibt es über AWS Bedrock (EU-Geo-Profil) und die Gemini Enterprise Agent Platform von Google Cloud (EU-Multi-Region).
- Aktuelle Empfehlung: Claude Opus 5.5 für anspruchsvolle Arbeit, Sonnet 5.5 für den Alltag, Haiku 5.5 für hohe Volumen; alle drei ohne 30-Tage-Speicherpflicht.
- Bezug in Deutschland: Über die innFactory GmbH als Cloud-Reseller lassen sich Bedrock, Agent Platform und Foundry per Rechnung beziehen, kombiniert mit AI Gateway und CompanyGPT.
Aktuelle Modelle im Überblick
| Modell | API-ID | Release | Input / Output (USD pro 1M Token) | Kontext | Einsatzschwerpunkt |
|---|---|---|---|---|---|
| Claude Opus 5.5 | claude-opus-5-5 | 22. September 2026 | 4 / 20 | 1M | Komplexe agentische Arbeit, Coding, Wissensarbeit |
| Claude Sonnet 5.5 | claude-sonnet-5-5 | 28. September 2026 | 2 / 10 | 1M | Alltagsaufgaben, Dokumente, Coding, Support |
| Claude Haiku 5.5 | claude-haiku-5-5 | 7. Oktober 2026 | ab 0,10 / 0,50 | 1M | Hohe Volumen, Klassifikation, Routing, Subagenten |
| Claude Fable 5.1 | claude-fable-5-1 | 1. September 2026 | 10 / 50 | 1M | Höchste Kapazität, mit 30-Tage-Speicherpflicht |
| Claude Mythos 5.1 | claude-mythos-5-1 | 1. September 2026 | 10 / 50 | 1M | Nur nach Prüfung (Cyber Verification Program) |
Alle fünf Modelle haben einen Knowledge Cutoff im Juni 2026, liefern bis zu 128K Output-Token und arbeiten mit Adaptive Thinking, dessen Tiefe der effort-Parameter steuert. Ältere Modelle wie Opus 5, Sonnet 5, Opus 4.8 und Haiku 4.5 bleiben verfügbar und sind für bestimmte EU-Setups weiterhin relevant (siehe Abschnitte zu EU-Verfügbarkeit und Lebenszyklus).
Claude Opus 5.5
Claude Opus 5.5 ist das aktuelle Opus-Modell und das erste der Claude-5.5-Familie. Anthropic positioniert es für lang laufende agentische Coding- und Wissensarbeit und beschreibt es als Modell, das bei den meisten Aufgaben auf dem Niveau von Fable 5.1 arbeitet, im Betrieb aber rund 40 % weniger kostet als Opus 5. Vor der Veröffentlichung wurde es von externen Prüfern, unter anderem METR, getestet.
Laut Anthropic erreicht Opus 5.5 bei maximalem Effort 66,4 % auf Terminal-Bench 4.0 (Fable 5.1: 55,8 %, Opus 5: 52,3 %), 54,4 % auf FrontierCode v1.1, 57,8 % auf CursorBench 4.0, 1846 Elo auf GDPval-AA v2.1, 67,7 % auf Humanity’s Last Exam mit Tools und 81,8 % auf OSWorld 2.0 (partial). Anthropic merkt selbst an, dass Benchmark-Abstände auf diesem Niveau ein weniger verlässlicher Maßstab für reale Unterschiede sind.
Opus 5.5 kostet 4 USD Input und 20 USD Output pro 1M Token, Cache-Reads 0,20 USD. Es ist kein Covered Model, Zero Data Retention ist damit möglich. Adaptive Thinking ist immer aktiv, der Standard-Effort liegt bei medium. Der Fast Mode für Opus 5.5 ist seit dem 15. Oktober 2026 auf der Claude API und in Microsoft Foundry (hosted on Azure) allgemein verfügbar, seit dem 22. Oktober auch über Claude Models on Google Cloud (Anthropic managed), und kostet 8 / 40 USD. Ausgeliefert wird Opus 5.5 mit Safeguards ähnlich Fable 5.1: Cyber- und Biologie-Klassifizierer sowie ein Klassifizierer gegen Reasoning-Extraktion; abgelehnte Anfragen liefern stop_reason: "refusal".
Claude Sonnet 5.5
Claude Sonnet 5.5 ist das Mid-Tier-Modell der Claude-5.5-Familie und laut Anthropic eine schnellere, günstigere Ergänzung zu Opus 5.5. Am stärksten ist es bei klar umrissenen Alltagsaufgaben, beim Bugfixing und beim Erstellen von Dokumenten, Folien und Tabellen. Für komplexe, offene Arbeit, die anhaltendes Urteilsvermögen verlangt, bleibt Opus 5.5 laut Anthropic klar stärker.
Der Preis entspricht Sonnet 5 mit 2 USD Input und 10 USD Output pro 1M Token; Cache-Reads kosten 0,10 USD. Weil Sonnet 5.5 für dieselbe Arbeit deutlich weniger Token braucht, kostet es laut Anthropic bis zu 30 % weniger pro Aufgabe als Sonnet 5 und erzeugt Output über 30 % schneller. Anthropic nennt unter anderem 70,6 % auf Terminal-Bench 4.0 (Sonnet 5: 10,3 %), 55,5 % auf CursorBench 4.0 (34,1 %), 1844 Elo auf GDPval-AA v2.1 (1449) und 80,1 % auf OSWorld 2.1 (partial, 57,0 %).
Sonnet 5.5 ist kein Covered Model und laut Anthropic mit Zero Data Retention verfügbar. Der Standard-Effort liegt auf der Claude Platform bei high. Es ist das erste Sonnet-Modell mit Cyber-Safeguards wie bei Opus 5.5: Routinemäßige Softwareentwicklung ist nicht betroffen, risikoreichere Cyber-Aufgaben fallen sichtbar auf Sonnet 5 zurück. Gegen Prompt Injection ist es laut Systemkarte das bisher robusteste Sonnet-Modell.
Claude Haiku 5.5
Claude Haiku 5.5 ist das kleine Modell der Claude-5.5-Familie, gebaut für hohe Volumen und latenzkritische Aufgaben: Klassifikation, Routing, Extraktion, Zusammenfassungen und Compaction, Live-Kundensupport, Browser-Automatisierung sowie Subagenten, die Opus 5.5 oder Sonnet 5.5 zuarbeiten. Anthropic beschreibt es als das bislang günstigste, schnellste und leistungsfähigste kleine Modell des Hauses.
Der Preis ist nach Prompt-Länge gestaffelt: Bis 100.000 Token kostet Haiku 5.5 0,10 USD Input und 0,50 USD Output pro 1M Token, darüber 0,50 / 2,50 USD. Laut Anthropic fallen rund 90 % der bisherigen Haiku-Anfragen in die günstige Stufe, sodass Haiku 5.5 im Schnitt etwa 75 % weniger kostet als Haiku 4.5. Es ist das erste Haiku-Modell mit Adaptive Thinking und Effort-Parameter (Standard medium) und bietet 1M Token Kontext statt 200K.
Laut Systemkarte erreicht Haiku 5.5 bei maximalem Effort 39,2 % auf Terminal-Bench 4.0 (Haiku 4.5: 0,0 %), 72,4 % auf OSWorld 2.1 im Offline-Subset (15,7 %), 83,7 % auf SWE-bench Multilingual (67,4 %) und 1620 Elo auf GDPval-AA v2.1 (735). Haiku 5.5 ist kein Covered Model, Zero Data Retention ist möglich. Ein Priority Tier gibt es nicht.
Claude Fable 5.1 und Mythos 5.1
Claude Fable 5.1 ist das leistungsfähigste allgemein verfügbare Claude-Modell der Mythos-Klasse. Laut Anthropic erreicht es 55,8 % auf Terminal-Bench 4.0, 52,6 % auf Terminal-Bench-Science, 1853 Elo auf GDPval-AA v2 und 73,4 % auf CursorBench 3.2.0. Es kostet 10 USD Input und 50 USD Output pro 1M Token, Cache-Reads 0,25 USD.
Der entscheidende Unterschied für die DSGVO-Bewertung: Fable 5.1 ist ein Covered Model. Prompts und Outputs werden auf allen Plattformen 30 Tage gespeichert, Zero Data Retention gibt es nur mit ausdrücklicher Autorisierung durch Anthropic. Als Alternative rollt Anthropic die Enterprise Frontier Safeguards (EFS) schrittweise für berechtigte Kunden aus; breit verfügbar sollen sie laut Anthropic im Herbst 2026 sein, der Zugang läuft über ein Antragsformular ohne Zugangsgarantie. EFS verbindet laut Anthropic die Privatsphäre von ZDR mit Missbrauchserkennung, die Daten liegen in der Cloud des Kunden. Bis dahin erhalten berechtigte Kunden ZDR auf Fable 5 und Fable 5.1; die Kriterien sind nicht öffentlich.
Claude Mythos 5.1 ist technisch dasselbe Modell mit weniger restriktiven Safeguards und nicht allgemein bestellbar. Seit dem 6. Oktober 2026 ist das Cyber Verification Program dreistufig; jede Stufe umfasst laut Anthropic den Zugang zu Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Mythos 5.1. Frühere Teilnehmer von Project Glasswing wechseln in die Stufe „Specialized Access“, die Anthropic gemeinsam mit der US-Regierung prüft. Ob EU-Organisationen Zugang erhalten, ist nicht öffentlich dokumentiert. Claude-Enterprise-Kunden nutzen die Mythos-Fähigkeiten indirekt über Claude Security, das Codebases auf Schwachstellen prüft und Patches zur menschlichen Prüfung vorschlägt. Forschungseinrichtungen können über das Life Sciences Verification Program erweiterte Biologie-Freigaben beantragen.
Vorgängermodelle
- Claude Opus 5 (
claude-opus-5, 24. Juli 2026, 5 / 25 USD): Bis zum Release von Opus 5.5 das Opus-Flaggschiff. Relevant bleibt es, weil es auf AWS Bedrock in-region in Irland und Stockholm läuft. - Claude Sonnet 5 (
claude-sonnet-5, 30. Juni 2026, 2 / 10 USD): Vorgänger von Sonnet 5.5, ebenfalls mit In-Region-Hosting in Irland und Stockholm über den bedrock-mantle-Endpunkt. Laut Anthropic 34,6 % auf Humanity’s Last Exam ohne Tools. - Claude Opus 4.8 und 4.7 (Mai bzw. April 2026, 5 / 25 USD): Weiter allgemein verfügbar, für Neuprojekte durch Opus 5.5 abgelöst. Opus 4.8 erreicht laut Anthropic 69,2 % auf Terminal-Bench 2.
- Claude Opus 4.6 und Sonnet 4.6: Die neuesten Opus- und Sonnet-Modelle mit regionalem Endpunkt in Belgien (europe-west1) auf der Gemini Enterprise Agent Platform; die ML-Verarbeitung erfolgt laut Google innerhalb der EU. Opus 4.6 führte die Agent Teams ein und erreicht laut Anthropic 80,8 % auf SWE-bench Verified, Sonnet 4.6 79,6 %.
- Claude Haiku 4.5 (
claude-haiku-4-5, 1 / 5 USD, 200K Kontext): Vorgänger von Haiku 5.5, weiterhin die Wahl für In-Region-Hosting kleiner Workloads. - Claude Fable 5 (
claude-fable-5): Seit Fable 5.1 als Legacy geführt. - Abgeschaltet: Claude Opus 4.1 (5. August 2026), Claude Opus 4 und Sonnet 4 (15. Juni 2026) sowie die Claude-3-Modelle. Alle Termine stehen im KI-Modell-Archiv.
Anthropic: das Unternehmen hinter Claude
Anthropic ist eine Public Benefit Corporation (PBC) mit Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien, und wurde Anfang 2021 gegründet. Zu den sieben Mitgründern zählen Dario Amodei (CEO) und Daniela Amodei (President und Vorsitzende des Boards) sowie Tom Brown, Jack Clark, Jared Kaplan, Sam McCandlish und Chris Olah. Als PBC ist Anthropic neben dem Gewinn einem satzungsmäßigen Gemeinwohlzweck verpflichtet. Der Long-Term Benefit Trust, dessen Treuhänder laut Anthropic unabhängig von Management und Investoren sind, bestimmt die Mehrheit des Boards. Am 26. Oktober 2026 hat Anthropic bei der US-Börsenaufsicht SEC den Registrierungsantrag (Form S-1) für einen geplanten Börsengang eingereicht; die Class-A-Aktien sollen laut Anthropic an der Nasdaq unter dem Kürzel „ANT“ notiert werden. Zahl der Aktien und Preisspanne stehen noch nicht fest.
Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wichtig: Vertragspartner für Kunden mit Sitz im EWR, in der Schweiz oder in Großbritannien ist laut Commercial Terms die Anthropic Ireland, Limited in Dublin, es gilt irisches Recht. Sie ist für diese Regionen auch datenschutzrechtlich Verantwortliche für die Privatkonten. Zur Unternehmensgruppe gehören laut Trust Center unter anderem eine Anthropic Germany GmbH, eine Anthropic France SAS und eine Anthropic Switzerland GmbH. In Europa unterhält Anthropic Büros in London, Dublin, Zürich, Paris und München; ein Büro in Mailand ist angekündigt. Größter Cloud- und Trainingspartner ist laut Anthropic AWS; Amazon und Google gehören zu den Investoren.
Unter dem EU AI Act hat die Anthropic Ireland, Limited den Verhaltenskodex für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI Code of Practice) unterzeichnet. Laut Trust Center verfügt Anthropic unter anderem über einen SOC-2-Type-2-Bericht sowie Zertifizierungen nach ISO 27001 und ISO 42001.
Was Claude für Unternehmen auszeichnet
Constitutional AI: Anthropic verankert ethische Prinzipien direkt im Training. Statt ausschließlich auf menschliches Feedback zu setzen, lernt das Modell anhand definierter Verfassungsprinzipien, schädliche Ausgaben zu vermeiden. In regulierten Branchen erleichtert das die Einhaltung von Compliance-Vorgaben.
1M Token Kontext: Alle Modelle ab der 4.6-Generation verarbeiten bis zu einer Million Token, mit Ausnahme von Haiku 5.5 (höherer Preis ab 100.000 Token Prompt) ohne Long-Context-Aufpreis. Das entspricht laut Anthropic beim aktuellen Tokenizer (ab Opus 4.7) rund 555.000 Wörtern, bei älteren Modellen rund 750.000. Komplette Vertragswerke oder technische Dokumentationen lassen sich in einer Anfrage verarbeiten. Weil große Kontexte die Kosten pro Anfrage deutlich erhöhen, empfehlen wir, den Kontext nur so groß wie nötig zu halten.
Agentische Werkzeuge: Computer Use (computer_toolset_20260801) und Browser Use (browser_toolset_20260801) sind allgemein verfügbar, ebenso Files API, Agent Skills und Skills API. Managed Agents bieten Session-Budgets als harte Kostenobergrenze, ein effort-Setting pro Agent und Domain-Freigaben für Websuche und Web-Fetch.
Compliance-Funktionen für Claude Enterprise: Über Inference Hooks (seit 20. Oktober 2026 allgemein verfügbar) lässt sich jeder Prompt aus claude.ai, Cowork und Claude Code vor der Inferenz an einen eigenen Security-Server schicken, der ihn freigibt oder blockiert. Die Compliance API liefert auch Transkripte von Cowork- und Claude-Code-Sessions. Die Admin API bindet Nutzerverwaltung an bestehende Identity-Prozesse an. Wichtig für die Datenschutzdokumentation: Console und Playground sind nicht von Zero-Data-Retention-Vereinbarungen abgedeckt.
Textwasserzeichen nach EU AI Act: Anthropic versieht von Claude erzeugten Text mit einem maschinenlesbaren, für Menschen nicht wahrnehmbaren Wasserzeichen. Modelle, die seit dem 2. August 2026 starten, unterstützen die Kennzeichnung ab Launch, ältere werden nachgerüstet. Laut Anthropic entstehen keine zusätzlichen Token. Wer Claude-Ausgaben in Publikationen oder Angeboten nutzt, sollte das in internen KI-Richtlinien erwähnen.
Preise
| Modell | API-ID | Input / Output (USD pro 1M Token) | Cache-Read | Kontext |
|---|---|---|---|---|
| Claude Opus 5.5 | claude-opus-5-5 | 4 / 20 | 0,20 | 1M (128K Output) |
| Claude Sonnet 5.5 | claude-sonnet-5-5 | 2 / 10 | 0,10 | 1M (128K Output) |
| Claude Haiku 5.5 | claude-haiku-5-5 | 0,10 / 0,50 bis 100.000 Token Prompt, darüber 0,50 / 2,50 | 0,01 / 0,05 | 1M (128K Output) |
| Claude Fable 5.1 | claude-fable-5-1 | 10 / 50 | 0,25 | 1M (128K Output) |
| Claude Mythos 5.1 (nur nach Prüfung) | claude-mythos-5-1 | 10 / 50 | 0,25 | 1M (128K Output) |
| Claude Fable 5 (Legacy) | claude-fable-5 | 10 / 50 | 1,00 | 1M (128K Output) |
| Claude Opus 5 | claude-opus-5 | 5 / 25 | 0,50 | 1M |
| Claude Sonnet 5 | claude-sonnet-5 | 2 / 10 | 0,20 | 1M |
| Claude Sonnet 4.6 | claude-sonnet-4-6 | 3 / 15 | 0,30 | 1M |
| Claude Haiku 4.5 | claude-haiku-4-5 | 1 / 5 | 0,10 | 200K |
Preise der Anthropic-API laut Anthropic-Preisseite. AWS Bedrock und Google Cloud rechnen eigene Preise ab; der EU-Multi-Region-Endpoint von Google kostet 10 % Aufpreis gegenüber global.
Die Batch-API kostet 50 % des Standardpreises. Cache-Writes kosten das 1,25-Fache des Input-Preises (5-Minuten-TTL) bzw. das 2-Fache (1-Stunden-TTL). Managed Agents werden zusätzlich mit 0,08 USD pro Session-Stunde abgerechnet. Der Fast Mode kostet bei Opus 5.5 8 / 40 USD, bei Opus 5 und Opus 4.8 (weiterhin Research Preview) 10 / 50 USD. Seit Opus 4.7 zerlegt ein neuer Tokenizer denselben Text in etwa 30 % mehr Token; für Budgetplanung sollten deshalb die Kosten pro Aufgabe gemessen werden, nicht der Token-Preis.
Für produktive Deployments mit vielen Nutzern lohnt eine Modellstrategie nach Aufgabe:
| Aufgabe | Empfohlenes Modell | Begründung |
|---|---|---|
| Klassifikation, Extraktion, Routing, Subagenten | Claude Haiku 5.5 | Ab 0,10 / 0,50 USD, 1M Kontext; für In-Region-Hosting Haiku 4.5 |
| Dokumentenanalyse, Support-Chatbot, Alltags-Coding | Claude Sonnet 5.5 | 2 / 10 USD, Cache-Read 0,10 USD; für In-Region-Hosting auf Bedrock Sonnet 5 |
| Komplexe agentische Arbeit, Software Engineering, Long-Horizon-Agenten | Claude Opus 5.5 | Fable-5.1-nahe Leistung, ZDR-fähig; für In-Region-Hosting auf Bedrock Opus 5 |
| Regionaler EU-Endpunkt statt Multi-Region | Claude Sonnet 4.6 / Opus 4.6 | Endpunkt Belgien (europe-west1) auf der Gemini Enterprise Agent Platform, ML-Verarbeitung laut Google in der EU |
Mit CompanyGPT konfigurieren Administratoren pro Use-Case das passende Modell; gegenüber einem reinen Opus-Deployment lassen sich so typischerweise 60 bis 80 % der Kosten einsparen.
Verfügbarkeit in der EU und DSGVO
Für die DSGVO-Bewertung zählt vor allem, wo verarbeitet und wie lange gespeichert wird. Die Anthropic-API selbst bietet keine EU-Datenresidenz: Der Parameter inference_geo kennt nur "us" und "global", als Speicherort (Workspace Geo) steht nur "us" zur Verfügung. Das gilt auch für die beiden von Anthropic betriebenen Wege über die Hyperscaler: Claude Platform on AWS (Abrechnung über den AWS Marketplace) und Claude Models on Google Cloud (Anthropic managed), verfügbar seit dem 22. Oktober 2026. Für EU-Workloads empfehlen wir deshalb den Bezug über AWS Bedrock oder die Gemini Enterprise Agent Platform (bei Anthropic jetzt „Google managed“); dort gelten die Datenverarbeitungsregeln und Auftragsverarbeitungsverträge des jeweiligen Cloud-Providers.
Wo stehen die Server von Claude?
| Bezugsweg | Wer betreibt die Inferenz? | Datenverarbeitung laut Anbieter |
|---|---|---|
| claude.ai, Claude Team, Claude Enterprise | Anthropic | Routing in Länder in den USA, Europa, Asien und Australien möglich; Daten werden in den USA gespeichert. Option „US-only inference“ nur für nutzungsbasierte Enterprise-Pläne, keine EU-Option |
| Claude API (Claude Platform) | Anthropic | inference_geo global oder us, Speicherung in den USA |
| Claude Platform on AWS | Anthropic | Die AWS-Region des Workspaces legt den Ort der Inferenz nicht fest |
| Claude Models on Google Cloud (Anthropic managed) | Anthropic | Location global, Workspace Geo us |
| AWS Bedrock | AWS | EU-Geo-Profil mit Routing innerhalb der EU; In-Region Irland und Stockholm für ausgewählte Modelle; London (UK) für Opus 5.5, Sonnet 5, Opus 4.6 und Sonnet 4.6 |
| Gemini Enterprise Agent Platform (Google managed) | Google Cloud | Europe-Multi-Region mit ML-Processing in der EU; für ältere Modelle regionaler Endpunkt Belgien (europe-west1), ML-Processing ebenfalls in der EU |
| Microsoft Foundry | Microsoft bzw. Anthropic | Global Standard oder US Data Zone, keine EU Data Zone |
Datenschutz bei claude.ai, Team und Enterprise
- Privatkonten (Free, Pro, Max): Seit dem 28. August 2025 entscheiden Nutzer selbst, ob ihre Chats zum Training verwendet werden. Bei erlaubtem Training speichert Anthropic Daten de-identifiziert bis zu fünf Jahre, sonst werden gelöschte Chats binnen 30 Tagen entfernt. Für Geschäftsdaten sind Privatkonten deshalb ungeeignet.
- Team und Enterprise: Laut Commercial Terms trainiert Anthropic nicht mit Kundeninhalten; nur ausdrücklich gegebenes Feedback wird bis zu fünf Jahre gespeichert, Owner können die Feedback-Funktion abschalten. Ohne eigene Einstellung bewahrt Enterprise Inhalte unbegrenzt auf; eigene Fristen ab 30 Tagen sind nur im Enterprise-Plan möglich. Die Oberflächen von Team und Enterprise sind nicht für Zero Data Retention vorgesehen (Ausnahme: Claude Code im Enterprise-Plan).
- Claude API: Inputs und Outputs werden laut Anthropic im Backend binnen 30 Tagen gelöscht, sofern keine Ausnahme greift (Files API, Zero Data Retention, markierte Richtlinienverstöße bis zwei Jahre).
Vertragspartner, AVV und Standardvertragsklauseln
Vertragspartner und, bei Privatkonten, Verantwortliche für Nutzer im EWR ist die Anthropic Ireland, Limited. Für Unternehmenskunden gilt das Data Processing Addendum (gültig ab 24. Februar 2025): Der Kunde ist Verantwortlicher, Anthropic Auftragsverarbeiter. Das DPA bindet die EU-Standardvertragsklauseln (Modul 2 und 3) ein, sieht die Meldung von Sicherheitsvorfällen binnen 48 Stunden, eine Widerspruchsfrist von 15 Tagen bei neuen Unterauftragsverarbeitern und Unterstützung bei Transfer Impact Assessments vor. Die Infrastruktur-Unterauftragsverarbeiter sind laut Trust Center Google Cloud, AWS und Microsoft Azure.
Beim Bezug über AWS Bedrock oder die Gemini Enterprise Agent Platform schließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Cloud-Anbieter. Auf Bedrock haben Modellanbieter laut AWS keinen Zugriff auf Prompts und Antworten; gespeichert werden diese nur bei Fable 5 und Fable 5.1 (30 Tage, Covered Models).
Bezugswege je Modell
| Modell | AWS Bedrock (EU) | Google Cloud, Agent Platform (EU) | Microsoft Foundry |
|---|---|---|---|
| Opus 5.5 | EU-Geo-Profil, kein In-Region in der EU (In-Region London, UK) | EU-Multi-Region | Global Standard, US Data Zone |
| Sonnet 5.5 | EU-Geo-Profil, kein In-Region | EU-Multi-Region | Global Standard, US Data Zone |
| Haiku 5.5 | EU-Geo-Profil, kein In-Region | EU-Multi-Region | Global Standard, US Data Zone |
| Fable 5.1, Fable 5 | Nur global./us., kein EU-Profil | EU-Multi-Region | Preview, Global Standard |
| Opus 5, Sonnet 5, Opus 4.8 | In-Region Irland/Stockholm (bedrock-mantle), EU-Geo-Profil | EU-Multi-Region | Global Standard, US Data Zone |
| Opus 4.7 | In-Region Irland/Stockholm (bedrock-mantle), EU-Geo-Profil | EU-Multi-Region | Global Standard |
| Haiku 4.5 | In-Region Irland/Stockholm (bedrock-mantle), EU-Geo-Profil | Regionaler Endpunkt Belgien (ML-Verarbeitung EU) | Global Standard, US Data Zone |
| Opus 4.6, Sonnet 4.6, Opus 4.5, Sonnet 4.5 | Nur EU-Geo-Profil | Regionaler Endpunkt Belgien (ML-Verarbeitung EU) | Global Standard |
AWS Bedrock: Frankfurt ist bei keinem Claude-Modell ein In-Region-Standort, sondern nur Quellregion für das EU-Geo-Inference-Profil, dessen Routing innerhalb der EU-Geografie bleibt. Echtes In-Region-Hosting in Irland (eu-west-1) und Stockholm (eu-north-1) gibt es nur für Opus 5, Sonnet 5, Opus 4.8, Opus 4.7 und Haiku 4.5, und dort ausschließlich über den bedrock-mantle-Endpunkt (Anthropic-Messages-API ohne Converse, Guardrails, Knowledge Base und Agents). Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 laufen in der EU über das EU-Geo-Profil auf dem Standard-Endpunkt bedrock-runtime, also mit allen Bedrock-Funktionen. Laut AWS speichert Bedrock Prompts und Antworten bei keinem Claude-Modell außer Fable 5 und Fable 5.1. London (eu-west-2) ist UK und keine EU-Region; dort laufen laut Modellkarten Opus 5.5 und Sonnet 5 (seit dem 30. September 2026) sowie Opus 4.6 und Sonnet 4.6 in-region auf bedrock-runtime. Wichtig für die Migration: Die Legacy-Integration mit ARN-versionierten Modell-IDs (InvokeModel/Converse) unterstützt die API-Version 2026-10-21 nicht; wer darüber arbeitet, sollte die SDK-Version pinnen.
Gemini Enterprise Agent Platform: Die Modelle der 5er-Generation sowie Opus 4.8 und 4.7 laufen über den EU-Multi-Region-Endpoint (aiplatform.eu.rep.googleapis.com) mit ML-Processing in der EU, ohne regionalen Endpunkt. Opus 4.5, Opus 4.6, Sonnet 4.5, Sonnet 4.6 und Haiku 4.5 bieten stattdessen einen regionalen Endpunkt in europe-west1 (Belgien), nicht in Frankfurt. Die ML-Verarbeitung erfolgt laut Google-Modellseiten auch dort innerhalb der Europe-Multi-Region; einen festen Verarbeitungsstandort in Belgien dokumentiert Google nicht. Für Fable 5.1 ist einmalig das „Advanced AI Safety Addendum“ im Model Garden zu akzeptieren. Der EU-Multi-Region-Endpoint umfasst nicht Großbritannien und die Schweiz. Nicht verwechseln: Beim neuen Weg „Claude Models on Google Cloud (Anthropic managed)“ betreibt Anthropic die API selbst, dort gibt es keine EU-Datenresidenz.
Microsoft Foundry: Claude ist im Foundry-Modellkatalog allgemein verfügbar, aber ohne EU-Data-Zone-Deployment. Angeboten werden Global Standard (u. a. Sweden Central) und für ausgewählte Modelle eine US Data Zone. Die Verarbeitung ist damit nicht auf die EU beschränkt, und Anthropic bleibt eigenständiger Datenverarbeiter. Bei der Variante „hosted on Azure“ bleiben Prompts und Antworten laut Anthropic in Azure. Für strikte EU-Residenz empfehlen wir Bedrock oder die Agent Platform.
Zero Data Retention und Covered Models
- Zero Data Retention (ZDR) ist kein Default. ZDR muss pro Organisation bei Anthropic beantragt werden. Abgedeckt sind die Messages API, die Token-Counting-API und Claude Code mit API-Keys einer Commercial-Organisation; Console, Playground, Managed Agents und Code Execution sind nicht abgedeckt.
- Opus 5.5, Sonnet 5.5, Haiku 5.5 und Opus 5 sind keine Covered Models. Für sie gelten die regulären ZDR-Regeln.
- Fable 5.1, Mythos 5.1, Fable 5 und Mythos 5 sind Covered Models. Prompts und Outputs werden überall 30 Tage gespeichert, auf Bedrock und Google Cloud beim jeweiligen Cloud-Provider. ZDR-Organisationen können die 30-Tage-Speicherung pro Workspace aktivieren; ohne diese Einstellung lehnt die API Anfragen mit
400 invalid_request_errorab. Für Verarbeitungen mit besonderen Kategorien personenbezogener Daten oder Berufsgeheimnissen ist das in der Regel ein Ausschlusskriterium.
Empfohlene EU-Setups
- Opus 5.5 über die EU-Multi-Region der Gemini Enterprise Agent Platform oder das EU-Geo-Profil auf AWS Bedrock: laut Anthropic der Startpunkt für die meisten Workloads, ZDR-fähig.
- Opus 5 auf AWS Bedrock in Irland oder Stockholm (bedrock-mantle), wenn ein fester EU-Standort auf Bedrock Pflicht ist.
- Sonnet 5.5 über die EU-Multi-Region oder das EU-Geo-Profil als kosteneffizientes Standardmodell; Sonnet 5 für In-Region-Hosting in Irland oder Stockholm.
- Haiku 5.5 über die EU-Multi-Region oder das EU-Geo-Profil für hohe Volumen; Haiku 4.5 für In-Region-Hosting auf Bedrock in Irland oder Stockholm; auf Google Cloud mit regionalem Endpunkt in Belgien (ML-Verarbeitung laut Google in der EU, Retirement ab dem 7. Dezember 2026 möglich).
- Sonnet 4.6 oder Opus 4.6 über den regionalen Endpunkt der Agent Platform in Belgien (europe-west1), wenn ein regionaler Endpunkt statt der EU-Multi-Region gefordert ist; die ML-Verarbeitung erfolgt laut Google auch dort innerhalb der EU, nicht fest in Belgien.
- Fable 5.1 über die EU-Multi-Region der Agent Platform, wenn die 30-Tage-Speicherung dokumentiert vertretbar ist; auf Bedrock ist Fable 5.1 nur global verfügbar.
Claude über innFactory beziehen
Die innFactory GmbH aus Rosenheim ist Cloud-Reseller für AWS, Microsoft Azure, Google Cloud und STACKIT. Für Claude heißt das: Sie beziehen AWS Bedrock, die Gemini Enterprise Agent Platform oder Microsoft Foundry direkt über innFactory, per Rechnung oder Lastschrift statt Kreditkarte, mit allen Cloud-Anbietern auf einer Rechnung und einem persönlichen Ansprechpartner für EU-Regionen und Modellwahl. Auf dieser Basis steuert das innFactory AI Gateway als Komponente in Ihrem eigenen Tenant Budgets, harte Limits, SSO und Kostenzuordnung pro Team und Projekt, auch für Claude Code und Cowork. CompanyGPT stellt Claude allen Mitarbeitenden in einer DSGVO-konformen Oberfläche bereit.
Migration und Breaking Changes
Ein reiner Model-ID-Swap reicht beim Wechsel auf die aktuellen Modelle meist nicht. Die wichtigsten Änderungen laut Anthropic:
- Thinking-Steuerung: Bei Opus 5.5 und Fable 5.1 ist Adaptive Thinking immer aktiv,
thinking: disabledwird abgelehnt. Bei Sonnet 5.5 ersetztbetween_toolsdie Optiondisabled(nur bis Effort high). Bei Haiku 5.5 lässt sich Thinking bis Effort high abschalten. Manuelle Budgets (budget_tokens) werden durchgängig abgelehnt. - Erzwungene Tool-Wahl:
tool_choicevom Typanyodertoolwird bei Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Fable 5.1 mit400abgelehnt. Alternativen sindstrict: trueoder Structured Outputs. - Thinking-Blöcke: Sie sind an Modell und Konversation gebunden. Konversationen, die Thinking-Blöcke zurücksenden, müssen append-only bleiben; für ab dem 31. August 2026 angelegte Accounts wird das erzwungen.
- Computer Use: Auf Claude API und Google Cloud akzeptieren die 5.5-Modelle nur noch
computer_toolset_20260801; auf Bedrock funktioniertcomputer_20251124weiter. - Effort-Kalibrierung: Der Standard-Effort ist bei Opus 5.5 und Haiku 5.5 medium, bei Sonnet 5.5 high; die Stufen wurden neu kalibriert. Text zwischen Tool-Calls kommt als Thinking-Block zurück und ist bei der Standardanzeige leer.
- Advisor-Tool (Beta): Der Advisor muss mindestens so leistungsfähig sein wie das ausführende Modell. Fable 5.1 lehnt Mythos 5, Fable 5, Opus 5.5 und Opus 5 als Advisor ab, Sonnet 5.5 lehnt Opus 4.8, Opus 4.7, Sonnet 5 und Haiku 5.5 ab.
- Sampling und Prefill: Mit der API-Version 2026-10-21 hat Anthropic
temperature,top_pundtop_kfür alle Modelle entfernt (Fehler 400); ältere API-Versionen lehnen Nicht-Default-Werte ab Claude 4.7 ab. Assistant-Prefill wird seit Opus 4.7 abgelehnt. Das betrifft auch den Wechsel von Haiku 4.5 auf Haiku 5.5. Die aktuellen SDKs senden 2026-10-21 standardmäßig. - Tokenizer: Haiku 5.5 nutzt den neueren Tokenizer und zählt denselben Text in rund 30 % mehr Token als Haiku 4.5; Sonnet 5.5 nutzt denselben Tokenizer wie Sonnet 5.
Anthropic stellt Migration Guides für Opus 5.5, Sonnet 5.5, Haiku 5.5 und Fable 5.1 bereit. Wir empfehlen, Modell-IDs und Request-Parameter zentral zu konfigurieren, damit ein Wechsel eine Konfigurationsänderung bleibt.
Modell-Lebenszyklus
| Modell | Status laut Anthropic | Retirement auf der Claude API | Nachfolger |
|---|---|---|---|
| Claude Sonnet 4.5 | Deprecated seit 30. September 2026 | 30. November 2026 (Bedrock: EOL 8. April 2027) | Sonnet 5.5 |
| Claude Opus 4.1 | Abgeschaltet | 5. August 2026 | Opus 4.8 |
| Claude Opus 4 und Sonnet 4 | Abgeschaltet | 15. Juni 2026 | Sonnet 5.5 |
| Claude Haiku 3 | Abgeschaltet | 20. April 2026 | – |
| Claude Sonnet 3.7 und Haiku 3.5 | Abgeschaltet | 19. Februar 2026 | – |
| Claude Fable 5 | Legacy | nicht vor 9. Juni 2027 | Fable 5.1 |
| Claude Opus 5 und Sonnet 5 | Legacy, weiter aktiv | nicht vor 24. Juli bzw. 30. Juni 2027 (Google Cloud: nicht vor 24. Januar 2027 bzw. 24. Dezember 2026) | Opus 5.5 bzw. Sonnet 5.5 |
| Claude Opus 4.8, 4.7 und 4.6, Sonnet 4.6 | Legacy, weiter aktiv | nicht vor 28. Mai, 16. April, 5. Februar bzw. 17. Februar 2027 | Opus 5.5 bzw. Sonnet 5.5 |
| Claude Opus 4.5 | Legacy, weiter aktiv | nicht vor 24. November 2026 | – |
| Claude Haiku 4.5 | Legacy, keine Abkündigung | noch nicht angekündigt (Google Cloud: nicht vor 7. Dezember 2026) | Haiku 5.5 |
| Claude Opus 5.5, Sonnet 5.5, Haiku 5.5 | Aktiv | nicht vor 22. September, 28. September bzw. 7. Oktober 2027 | – |
| Claude Fable 5.1, Mythos 5.1 | Aktiv | nicht vor 1. September 2027 | – |
Anthropic kündigt Retirements laut eigener Dokumentation mindestens 60 Tage vorher an. AWS Bedrock und Google Cloud setzen eigene Termine: Die Bedrock-Modellkarten sehen vor dem EOL eine Legacy-Phase von mindestens sechs Monaten vor, Google nennt für einige Modelle frühere Mindesttermine als Anthropic, etwa für Sonnet 5 und Haiku 4.5. Eine herstellerübergreifende Übersicht steht im KI-Modell-Archiv.
Wie schnell sich die Verfügbarkeit ändern kann, zeigte der Juni 2026: Fable 5 und Mythos 5 wurden drei Tage nach dem Launch auf Anordnung der US-Regierung weltweit deaktiviert und erst ab dem 1. Juli 2026 wieder freigegeben. Für Unternehmen spricht das für ein anbieter- und modellagnostisches Setup. Hintergründe stehen in unserem Blogbeitrag zu GPT-5.6 und Claude Fable 5.
Integration mit CompanyGPT
Claude-Modelle sind in CompanyGPT integriert und können DSGVO-konform in Ihrer Infrastruktur betrieben werden. CompanyGPT ermöglicht die Bereitstellung über Ihre eigene Cloud-Umgebung (AWS, Google Cloud oder Microsoft Azure) ohne Datenweitergabe an Drittanbieter. Über Modellrouting lassen sich Kosten optimieren: Einfache Anfragen gehen an ein Haiku-Modell, komplexe an ein Sonnet-Modell und anspruchsvolle Reasoning- sowie agentische Workloads an ein Opus-Modell. Diese Flexibilität schützt vor Abhängigkeit von einem einzelnen Modell: Fällt ein Modell kurzfristig weg, kann CompanyGPT auf ein anderes Claude-Modell oder einen anderen Anbieter umschalten.
Typische Deployment-Szenarien umfassen die Integration in bestehende Wissensmanagementsysteme, die Anbindung an ERP-Systeme oder die Bereitstellung als interner Chatbot für Mitarbeitende. Mit CompanyGPT behalten Sie die vollständige Kontrolle über Zugriffsrechte, Audit-Logs und Datenflüsse, essentiell für Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen wie Banken, Versicherungen oder Gesundheitswesen.
Unsere Empfehlung
Für die anspruchsvollsten DSGVO-sensiblen Workloads: Claude Opus 5.5 (claude-opus-5-5). Laut Anthropic auf dem Niveau von Fable 5.1 bei den meisten Aufgaben, mit 4 / 20 USD pro 1M Token günstiger als Opus 5 und ohne 30-Tage-Speicherpflicht. In der EU über die Europe-Multi-Region der Gemini Enterprise Agent Platform oder das EU-Geo-Profil auf AWS Bedrock. Empfohlen für Software Engineering, Long-Horizon-Agenten, Multi-Agent-Workflows und anspruchsvolles Reasoning. Claude Opus 5 (claude-opus-5) bleibt die Wahl, wenn ein In-Region-Standort auf Bedrock in Irland oder Stockholm Pflicht ist. Claude Fable 5.1 (claude-fable-5-1) lohnt sich für die anspruchsvollsten agentischen Aufgaben, wenn die 30-Tage-Speicherung dokumentiert vertretbar ist, in der EU über die Agent Platform.
Für die meisten Unternehmensanwendungen: Claude Sonnet 5.5 (claude-sonnet-5-5). Zum Preis von Sonnet 5 (2 / 10 USD pro 1M Token, Cache-Read 0,10 USD), laut Anthropic über 30 % schneller und bis zu 30 % günstiger pro Aufgabe, ohne 30-Tage-Speicherpflicht. In der EU über die Europe-Multi-Region der Agent Platform oder das EU-Geo-Profil auf Bedrock. Claude Sonnet 5 bleibt die Wahl für In-Region-Hosting auf Bedrock in Irland oder Stockholm, Claude Sonnet 4.6, wenn ein regionaler Endpunkt in Belgien (europe-west1) gefordert ist; die ML-Verarbeitung erfolgt dort laut Google innerhalb der EU.
Für kostenoptimierte Anwendungen: Claude Haiku 5.5 (claude-haiku-5-5). Für hohe Volumen und weniger komplexe Aufgaben wie Kategorisierung, Extraktion, Routing, Zusammenfassungen oder Subagenten: ab 0,10 / 0,50 USD pro 1M Token bei Prompts bis 100.000 Token, mit 1M Token Kontext und ohne 30-Tage-Speicherpflicht. Claude Haiku 4.5 bleibt die Wahl, wenn ein fester EU-Standort Pflicht ist: in-region auf Bedrock in Irland oder Stockholm. Auf Google Cloud gibt es nur einen regionalen Endpunkt in Belgien mit ML-Verarbeitung in der EU-Multi-Region, das Retirement ist dort ab dem 7. Dezember 2026 möglich.
Für den Bezug in Deutschland: Claude über AWS Bedrock (EU-Geo-Profil) oder die Europe-Multi-Region der Gemini Enterprise Agent Platform, abgerechnet über die innFactory GmbH als Cloud-Reseller, mit dem innFactory AI Gateway für Budgets und Kostenkontrolle und CompanyGPT als Oberfläche. Die direkte Anthropic-API, claude.ai und die Anthropic-managed-Wege eignen sich nicht, wenn EU-Datenresidenz gefordert ist.
Vor jedem Modellwechsel lohnt ein Test mit echten Prompts, weil sich Request-Parameter, Effort-Kalibrierung und Token-Zählung zwischen den Generationen unterscheiden. Als innFactory AI Consulting unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Modells, der DSGVO-konformen Integration und der Kostenoptimierung. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung.
