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Coding-Agent Earendil Inc. Terminal (TUI)

Pi

Pi ist der quelloffene, minimalistische Coding-Agent-Harness von Earendil für das Terminal – erweiterbar über TypeScript, mit Zugang zu über 15 Modell-Providern.

Lizenz MIT
Erstveröffentlichung November 2025
Oberflächen Terminal (TUI)
Plattformen macOS, Linux, Windows
Instruktionsdatei AGENTS.md

Die sieben Bausteine bei Pi

So setzt Pi die Bausteine eines AI Harness um

  1. 1

    Agentenschleife

    Die Agentenschleife ruft das Modell auf, wertet Werkzeugaufrufe aus und führt sie in definierter Reihenfolge aus; Erweiterungen können über Events wie agent_start, tool_call oder agent_end eigenes Verhalten einhängen.

  2. 2

    Werkzeuge und Ausführungsumgebung

    Pi liefert bewusst nur wenige eingebaute Werkzeuge; laut Dokumentation wird zusätzliche Funktionalität – etwa MCP, Sub-Agenten oder Hintergrundprozesse – über TypeScript-Extensions oder externe Werkzeuge wie tmux nachgerüstet.

  3. 3

    Kontextmanagement

    Prompt, Verlauf und Werkzeugergebnisse werden über die Dateien AGENTS.md und SYSTEM.md, über Kompaktierung (Compaction) und über Skills verwaltet; Erweiterungen können Nachrichten vor jedem Turn einfügen oder die Historie filtern.

  4. 4

    Zustand und Gedächtnis

    Sitzungen werden als Baumstruktur im JSONL-Format gespeichert; jeder Eintrag besitzt eine id und eine parentId, sodass sich frühere Punkte über den Befehl /tree erneut aufsuchen und fortsetzen lassen.

  5. 5

    Berechtigungen

    Pi bringt laut README kein eingebautes Berechtigungssystem mit und läuft mit den Rechten des startenden Nutzers und Prozesses; für Einschränkungen dokumentiert das Projekt Containerisierungsmuster wie die Gondolin-Erweiterung, Docker oder OpenShell.

  6. 6

    Verifikation und Feedback

    Ergebnisse erscheinen direkt im Terminal; eine strukturierte Verifikationsschicht wie automatisierte Tests oder ein zweiter Prüf-Agent ist nicht Teil des schlanken Kerns und müsste über Extensions ergänzt werden.

  7. 7

    Orchestrierung

    Sub-Agenten sind laut Dokumentation bewusst nicht eingebaut; parallele Arbeit lässt sich über tmux oder eigene Extensions organisieren, während einzelne Sitzungen über die Befehle /fork und /clone verzweigt werden können.

Modelle und Modellzugang

Welche Modelle der Harness nutzt und über welche Wege sie bezogen werden

Modelle und Modellzugang
Modelle Modellunabhängig – über /model und Favoriten (Ctrl+P) frei wählbar
Bezugswege Anthropic, OpenAI, Google, Azure, Amazon Bedrock, Mistral, Groq, OpenRouter, Ollama, eigene OpenAI-kompatible Endpunkte
Freie Modellwahl Ja
Eigener Endpunkt / LLM-Gateway Ja
Eigene OpenAI-kompatible Provider lassen sich laut Dokumentation deklarativ in der Datei ~/.pi/agent/models.json (baseUrl, api: openai-completions, apiKey) eintragen oder über eine Extension programmatisch mit pi.registerProvider registrieren.
Funktionen
Hooks Skills Plugins / Erweiterungen Headless / CI SDK Sitzungen fortsetzen
Betrieb mit herdr
Von herdr unterstützt Ja
Zustandserkennung Lifecycle-Hooks (falls installiert), sonst Screen-Manifest
Integration State und Session
herdr erkennt Pi-Sitzungen zusätzlich über deren Baumstruktur, wenn die Lifecycle-Integration installiert ist.
Mehr zu herdr →

Einsatz im Unternehmen

Datenverarbeitung, Steuerung und Preismodell laut Anbieter

Lokale Ausführung, kein eigenes Cloud-Backend

Pi läuft laut Dokumentation vollständig im eigenen Terminal und verbindet sich direkt mit dem gewählten Modell-Provider – es gibt keinen zusätzlichen SaaS-Zwischenschritt des Projekts selbst.

Authentifizierung je Provider

Zugangsdaten werden über /login für abonnementbasierte Provider oder über API-Schlüssel in Umgebungsvariablen gesetzt; eine zentrale Unternehmens-SSO für Pi selbst ist nicht dokumentiert.

Projektvertrauen als Sicherheitsschicht

Vor der Ausführung in einem neuen Verzeichnis fragt Pi laut Sicherheitsdokumentation nach Projektvertrauen (project_trust), bevor Werkzeuge auf das Dateisystem zugreifen.

Telemetrie optional und vendor-neutral

Mit dem Paket pi-telemetry stellt das Projekt vendor-neutrale Telemetrie-Verträge und einen Referenzadapter bereit; ein verpflichtendes Phone-Home an Earendil ist in der Dokumentation nicht beschrieben.

Preismodell

Pi selbst ist kostenlos und quelloffen unter MIT-Lizenz; Kosten entstehen ausschließlich über die genutzten Modell-Provider und deren Abrechnung.

Stärken
  • Minimaler Kern mit wenigen eingebauten Werkzeugen bei voller Erweiterbarkeit über TypeScript
  • Anbindung an über 15 Modell-Provider inklusive eigener OpenAI-kompatibler Endpunkte
  • Baumstrukturierte Sitzungen mit Branching über /tree, /fork und /clone
  • Vier Betriebsarten: interaktives Terminal, Print/JSON, RPC und SDK
  • MIT-lizenziert, quelloffen und ohne Cloud-Zwang lokal betreibbar
  • Dokumentierte Containerisierungsmuster für erhöhten Isolationsbedarf
Grenzen
  • Kein eingebautes Berechtigungssystem – Werkzeuge laufen laut Dokumentation mit den Rechten des startenden Prozesses
  • Keine Sub-Agenten und kein Plan-Modus im Kern, nur über Erweiterungen oder externe Werkzeuge wie tmux nachrüstbar
  • Kein natives MCP im Kern der Anwendung, sondern nur über selbst geschriebene Extensions

Einsatzbereiche

Typische Aufgaben für diesen Harness

Terminal-natives Coding für Entwickler, die eigene Werkzeuge und Erweiterungen bauen wollen
Automatisierte Pipelines über den Print/JSON- oder RPC-Modus
Eingebettete Agenten in eigenen Node.js-Anwendungen über das SDK
Multi-Provider-Setups mit häufigem Modellwechsel während der Entwicklung

AI Harnesses sind die Software um ein Sprachmodell herum, die es arbeitsfähig macht. Pi ist ein solcher Harness: ein quelloffener, terminalbasierter Coding-Agent von Earendil Inc., der laut eigener Dokumentation bewusst auf einen minimalen Kern setzt und alles Weitere über Erweiterungen nachrüsten lässt. Lizenziert unter MIT, installierbar per npm oder Installations-Skript, bindet Pi über 15 Modell-Provider an ein einziges Terminalprogramm. Stand: 20. September 2026.

Was ist Pi?

Pi entstand laut den verfügbaren Quellen aus der Arbeit des österreichischen Entwicklers Mario Zechner (bekannt als „badlogic", Schöpfer des libGDX-Frameworks) und wird heute unter dem Dach von Earendil Inc. weiterentwickelt; das Repository liegt inzwischen unter der GitHub-Organisation earendil-works. Installiert wird Pi über npm mit npm install -g --ignore-scripts @earendil-works/pi-coding-agent oder über das Installationsskript curl -fsSL https://pi.dev/install.sh | sh; danach startet der Befehl pi im Projektverzeichnis eine interaktive Terminal-Sitzung. Der Quellcode steht unter der MIT-Lizenz im Repository earendil-works/pi.

Anders als viele größere Coding-Agenten bietet Pi keine IDE-Erweiterung und keine Web-Oberfläche – die Dokumentation beschreibt ausschließlich eine Terminal-UI (TUI) sowie nicht-interaktive Modi für Automatisierung.

Pi als AI Harness

Pi setzt die sieben Bausteine eines Harness bewusst schlank um. Die Agentenschleife ruft das Modell auf, wertet dessen Werkzeuganfragen aus und lässt sich über ein Event-System (pi.on) mit eigenem Verhalten erweitern – etwa bei tool_call, session_start oder agent_end. Die Doku formuliert die Philosophie so: „Adapt Pi to your workflows, not the other way around." Statt vieler eingebauter Fähigkeiten liefert der Kern nur wenige Werkzeuge; alles Weitere – Extensions, Skills, Prompt-Templates und Themes – wird als Paket über npm oder Git installiert.

Bewusst nicht eingebaut sind laut Dokumentation: MCP-Unterstützung, Sub-Agenten, Berechtigungs-Popups, ein Plan-Modus, eingebaute To-dos und Hintergrund-Bash-Prozesse. Wer diese Fähigkeiten braucht, baut sie über Extensions nach oder greift auf externe Werkzeuge wie tmux zurück. Sitzungen sind dagegen fest eingebaut und liegen als Baumstruktur im JSONL-Format vor: Jeder Eintrag hat eine id und eine parentId, sodass sich über den Befehl /tree an jeden früheren Punkt zurückspringen und von dort weiterarbeiten lässt.

Modelle und Modellzugang

Pi integriert laut Dokumentation über 15 Provider, darunter Anthropic, OpenAI, Google, Azure, Amazon Bedrock, Mistral, Groq und OpenRouter sowie lokale Modelle über Ollama – relevant unter anderem für Modellfamilien wie Claude, GPT und Gemini. Modelle lassen sich mitten in der Sitzung über den Befehl /model wechseln oder über Ctrl+P zwischen Favoriten durchschalten.

Eigene OpenAI-kompatible Endpunkte lassen sich laut Dokumentation deklarativ in der Datei ~/.pi/agent/models.json eintragen (baseUrl, api: "openai-completions", apiKey) oder, für dynamische Fälle wie Proxys mit eigener Authentifizierung, programmatisch über eine Extension mit pi.registerProvider registrieren. Damit lässt sich Pi über das AI Gateway betreiben, indem das Gateway als zusätzlicher Provider in ~/.pi/agent/models.json eingetragen wird.

Einsatz im Unternehmen: Datenschutz und Governance

Pi läuft laut Dokumentation vollständig im eigenen Terminal und verbindet sich direkt mit dem gewählten Modell-Provider, ohne einen zusätzlichen SaaS-Zwischenschritt des Projekts selbst. Vor der ersten Ausführung in einem neuen Verzeichnis fragt Pi laut Sicherheitsdokumentation nach Projektvertrauen, bevor Werkzeuge auf das Dateisystem zugreifen dürfen. Ein eigenes Telemetrie-Paket (pi-telemetry) liefert vendor-neutrale Verträge und einen Referenzadapter für eigene Observability – ein verpflichtendes Melden an Earendil ist in der Dokumentation nicht beschrieben. Eine zentrale Unternehmens-SSO für Pi selbst ist nicht dokumentiert; Zugangsdaten werden je Provider über /login oder Umgebungsvariablen gesetzt.

Wichtig für die Praxis: Quellcode, Dateiinhalte und Prompts, die Pi im Rahmen einer Sitzung verarbeitet, gehen an den jeweils gewählten Modellanbieter. Das gehört vorab in das Verarbeitungsverzeichnis Ihres Unternehmens – unabhängig davon, wie schlank der Harness selbst ist.

Pi mit herdr orchestrieren

Die herdr-Dokumentation führt Pi als unterstützten Agenten: Ist die Lifecycle-Integration installiert, meldet Pi Zustand und Session direkt an herdr; ist sie es nicht, erkennt herdr die Sitzung über ein Screen-Manifest. In beiden Fällen liest herdr laut Doku sowohl Zustand als auch Session-Informationen aus – nützlich, wenn mehrere Pi-Sitzungen parallel in einem Terminal-Multiplexer laufen.

Einordnung: Entwickler-Harness und Unternehmens-Harness

Pi ist ein Harness für eine sehr spezifische Umgebung: ein Terminal, ein Repository, ein Entwickler, der bereit ist, fehlende Fähigkeiten selbst als Extension nachzubauen. Für Fachanwender außerhalb der Entwicklung übernimmt diese Rolle CompanyGPT – der Harness mit Werkzeugen für Fachsysteme, Unternehmenswissen und rollenbasierten Berechtigungen. Das AI Gateway bildet dabei die gemeinsame Kosten- und Governance-Schicht für alle Modellzugriffe, ob aus Pi, aus CompanyGPT oder aus anderen Harnesses. Einen Überblick über weitere Coding- und Orchestrierungs-Harnesses finden Sie in unserer Harness-Übersicht. Wir unterstützen Sie dabei, Pi oder andere Entwickler-Harnesses sauber an Ihr Berechtigungskonzept, Ihr Modell-Routing und Ihre Governance-Anforderungen anzubinden.

Vom Entwickler-Harness zum Unternehmens-Harness

Coding-Harnesses sind Werkzeuge für Entwickler. Für Fachanwender, Kostenkontrolle und Governance braucht es zwei weitere Schichten.

CompanyGPT – der Harness für Fachanwender

CompanyGPT gibt beliebigen Sprachmodellen Werkzeuge über MCP-Server, Integrationen und n8n, Unternehmenswissen über companyRAG, Rollen aus Entra ID oder Keycloak sowie Audit-Logs – betrieben in Ihrer Azure-Umgebung oder souverän auf STACKIT.

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AI Gateway – Kosten und Governance für alle Agenten

Das AI Gateway bündelt die Modellzugriffe Ihrer Tools und Coding-Agenten hinter einer OpenAI-kompatiblen API: Authentifizierung über Entra ID, Budgets und Kostenstellen pro Team, Nutzer und Agent, Guardrails und lückenlose Protokollierung.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Pi?

Pi ist ein quelloffener, terminalbasierter Coding-Agent-Harness, der laut eigener Dokumentation bewusst minimal gehalten ist und zusätzliche Funktionen über TypeScript-Extensions, Skills, Prompt-Templates und Themes nachrüstet. Betrieben wird das Projekt von Earendil Inc., ursprünglich von Mario Zechner gestartet.

Ist Pi Open Source?

Ja. Der Quellcode liegt unter der MIT-Lizenz im Repository earendil-works/pi auf GitHub, inklusive aller Kernpakete wie der Coding-Agent-CLI, der Agent-Runtime und der Provider-Anbindung.

Welche Modelle unterstützt Pi?

Pi bindet laut Dokumentation über 15 Provider an, darunter Anthropic, OpenAI, Google, Azure, Amazon Bedrock, Mistral, Groq und OpenRouter, sowie lokale Modelle über Ollama. Nutzer können außerdem eigene OpenAI-kompatible Endpunkte über die Datei ~/.pi/agent/models.json oder per Extension registrieren und Modelle über den Befehl /model mitten in der Sitzung wechseln.

Hat Pi ein eingebautes Berechtigungssystem?

Nein. Laut README bringt Pi keinen eigenen Rechte- oder Sandbox-Mechanismus mit und läuft mit den Rechten des startenden Prozesses. Für striktere Grenzen dokumentiert das Projekt Containerisierungsmuster mit der Gondolin-Erweiterung, mit Docker oder mit OpenShell.

Funktioniert Pi mit herdr?

Ja. Die herdr-Dokumentation listet Pi als unterstützten Agenten: Ist die Lifecycle-Integration installiert, meldet Pi Zustand und Session direkt; andernfalls erkennt herdr die Sitzung über ein Screen-Manifest.

Was ist der Unterschied zwischen Pi und OMP (oh-my-pi)?

OMP ist ein eigenständiger Fork von Pi, der laut eigener Dokumentation denselben schlanken Kern um zahlreiche eingebaute Funktionen erweitert – etwa LSP- und Debugger-Anbindung, native Sub-Agenten und Editor-Integration über ACP. Details dazu finden Sie auf der [OMP-Seite](/de/ki-harness/omp/).

Coding-Agenten sicher im Unternehmen einführen

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