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Coding-Agent Can Bölük / Stencil Labs, Inc. Terminal (TUI), ACP-Editor

OMP

OMP (oh-my-pi) ist der quelloffene Coding-Agent-Harness von Can Bölük, ein Fork von Pi mit LSP, Debugger, Sub-Agenten und Zugang zu über 60 Modell-Providern.

Lizenz MIT
Erstveröffentlichung Dezember 2025 (Repository angelegt)
Oberflächen Terminal (TUI), ACP-Editor-Integration (z. B. Zed)
Plattformen macOS, Linux, Windows
Instruktionsdatei AGENTS.md

Die sieben Bausteine bei OMP

So setzt OMP die Bausteine eines AI Harness um

  1. 1

    Agentenschleife

    Die Schleife routet jeden Turn über mehrere Modellrollen wie default, smol, slow, plan oder advisor; die Funktion ask lässt den Agenten bei Unklarheiten eine strukturierte Rückfrage stellen.

  2. 2

    Werkzeuge und Ausführungsumgebung

    OMP bündelt laut Dokumentation über 30 eingebaute Werkzeuge – von read, edit und bash über lsp und debug (DAP) bis zu browser und computer –, viele davon in Rust nativ implementiert statt über Fork/Exec-Aufrufe externer Programme.

  3. 3

    Kontextmanagement

    Beim ersten Start übernimmt OMP laut Dokumentation vorhandene Regeln, Skills und MCP-Server-Konfigurationen aus den Verzeichnissen verbreiteter Coding-Agenten, etwa aus .claude, .cursor, .windsurf, .gemini, .codex, .cline, .github/copilot und .vscode, ergänzt um eigene AGENTS.md-Erkennung.

  4. 4

    Zustand und Gedächtnis

    Die Werkzeuge retain, recall, reflect und memory_edit pflegen laut Dokumentation eine projektbezogene Gedächtnisbank; das Backend – lokal, Hindsight oder Mnemopi – lässt sich über die Einstellung memory.backend wählen.

  5. 5

    Berechtigungen

    Läuft OMP über das Agent Client Protocol etwa im Editor Zed, pausieren destruktive Werkzeuge laut Dokumentation für eine Berechtigungsanfrage; im eigenständigen Terminal-Modus dokumentiert das Projekt kein eigenes Berechtigungssystem.

  6. 6

    Verifikation und Feedback

    Der Befehl /review startet dedizierte Reviewer-Subagenten, die Änderungen nach den Prioritäten P0 bis P3 bewerten; optional beobachtet ein zweites Modell in der Advisor-Rolle jeden Turn und meldet Bedenken.

  7. 7

    Orchestrierung

    Das Werkzeug task fächert Arbeit in isolierte Arbeitskopien an Sub-Agenten auf; der Agent Hub zeigt laut Dokumentation Status und Kosten jedes Sub-Agenten und erlaubt es, einzelne Worker zu steuern oder zu beenden.

Modelle und Modellzugang

Welche Modelle der Harness nutzt und über welche Wege sie bezogen werden

Modelle und Modellzugang
Modelle Rollenbasiert (default, smol, slow, plan, advisor u. a.) – über /model frei wählbar, über 60 Provider
Bezugswege Anthropic, OpenAI / OpenAI Codex, Google Gemini / Vertex, xAI, Amazon Bedrock, Azure OpenAI, OpenRouter, Ollama (lokal), eigene OpenAI-kompatible Endpunkte
Freie Modellwahl Ja
Eigener Endpunkt / LLM-Gateway Ja
Eigene OpenAI-kompatible Provider werden in der Datei models.yml im OMP-Konfigurationsordner definiert (baseUrl, api: openai-completions, apiKey); die Standardrolle lässt sich in der Datei config.yml unter modelRoles.default festlegen.
Funktionen
MCP-Server Sub-Agenten Hooks Skills Plugins / Erweiterungen Sandbox Headless / CI SDK IDE-Integration Sitzungen fortsetzen
Betrieb mit herdr
Von herdr unterstützt Ja
Zustandserkennung Lifecycle-Hooks (falls installiert)
Integration State und Session
herdr kann eine OMP-Sitzung laut Dokumentation über omp --resume nach einem Server-Neustart wiederherstellen.
Mehr zu herdr →

Einsatz im Unternehmen

Datenverarbeitung, Steuerung und Preismodell laut Anbieter

Lokale Ausführung, direkte Provider-Verbindung

OMP läuft laut Dokumentation im eigenen Terminal oder Editor und verbindet sich direkt mit dem gewählten Modell-Provider oder einem selbst betriebenen Endpunkt wie Ollama; ein zusätzlicher Cloud-Zwischenschritt des Projekts selbst ist nicht dokumentiert.

Authentifizierung je Provider und Abo

Zugangsdaten werden über /login mit OAuth-Flows der jeweiligen Provider oder über API-Schlüssel gesetzt; für einige Provider werden dabei bestehende Coding-Plan-Abonnements angebunden. Eine zentrale Unternehmens-SSO für OMP selbst ist nicht dokumentiert.

Pfadbezogene Modellrichtlinien

Über pfadgebundene Einträge (path:) lassen sich erlaubte oder gesperrte Modelle und Provider je Repository festlegen, ohne die globale Konfiguration zu ändern – laut Dokumentation nützlich für Repositories mit abweichenden Vorgaben.

Lokale Nutzungsstatistik statt Vendor-Telemetrie

Das Paket omp-stats liefert laut Dokumentation ein lokales Observability-Dashboard für die eigene KI-Nutzung; ein verpflichtendes Melden an den Hersteller ist nicht beschrieben.

Preismodell

OMP selbst ist kostenlos und quelloffen unter MIT-Lizenz; Kosten entstehen über die genutzten Modell-Provider beziehungsweise über mitgebrachte Coding-Plan-Abonnements.

Stärken
  • Umfangreicher, überwiegend in Rust nativ implementierter Werkzeugsatz inklusive LSP und Debugger (DAP)
  • Anbindung an über 60 Modell-Provider inklusive eigener OpenAI-kompatibler Endpunkte
  • Erste-Klasse-Sub-Agenten mit eigenem Agent Hub für Status, Steuerung und Kosten
  • Editor-Integration über das Agent Client Protocol (ACP), unter anderem in Zed
  • Übernimmt bestehende Konfigurationen verbreiteter Coding-Agenten ohne Migrationsschritt
  • MIT-lizenziert und quelloffen
Grenzen
  • Kein eingebautes Berechtigungssystem außerhalb der ACP-Integration – im Terminal-Modus laufen Werkzeuge laut Dokumentation mit den Rechten des startenden Prozesses
  • Die Werkzeuge checkpoint und rewind verdichten laut Dokumentation den Gesprächskontext, sind aber kein Zurücksetzen von Dateiänderungen
  • Als aktiver Fork mit hoher Funktionsdichte kann sich der Funktionsumfang zwischen Versionen schneller ändern als bei kleineren Projekten

Einsatzbereiche

Typische Aufgaben für diesen Harness

Terminal-natives Coding mit IDE-Fähigkeiten wie Refactoring über LSP und Debugging über DAP
Parallele Teilaufgaben über Sub-Agenten mit strukturierten, schema-validierten Ergebnissen
Teams, die bestehende Cursor-, Claude- oder Copilot-Konfigurationen im Repository weiter nutzen wollen
Einsatz als Editor-Agent über ACP, etwa in Zed
Automatisiertes Arbeiten über den Einzeiler-Modus oder über RPC

AI Harnesses sind die Software um ein Sprachmodell herum, die es arbeitsfähig macht. OMP – kurz für oh-my-pi – ist ein solcher Harness: ein quelloffener Coding-Agent von Can Bölük, der laut eigener Dokumentation als Fork von Pi entstanden ist und dessen schlanken Kern um zahlreiche eingebaute Funktionen erweitert. Lizenziert unter MIT, verfügbar für macOS, Linux und Windows, bindet OMP über 60 Modell-Provider an einen Werkzeugsatz mit LSP-, Debugger- und Sub-Agenten-Unterstützung. Stand: 20. September 2026.

Was ist OMP?

OMP wird laut Repository von Can Bölük entwickelt, einem Sicherheitsforscher, der auch unter Stencil Labs, Inc. firmiert; die Projektseite ist omp.sh. Die Dokumentation beschreibt OMP ausdrücklich als Fork von Pi „by Mario Zechner", „rewritten as a coding-first surface". Installiert wird OMP unter macOS und Linux über curl -fsSL https://omp.sh/install | sh, über Homebrew mit brew install can1357/tap/omp, über Bun mit bun install -g @oh-my-pi/pi-coding-agent, über Nix oder unter Windows per PowerShell mit irm https://omp.sh/install.ps1 | iex. Der Befehl omp startet danach die interaktive Terminal-Oberfläche.

Der Quellcode liegt unter der MIT-Lizenz im Repository can1357/oh-my-pi; vendorisierte Drittkomponenten wie der eingebettete Bash-Fork stehen laut Dokumentation unter ihrer jeweils eigenen Lizenz.

OMP als AI Harness

OMP setzt die sieben Bausteine deutlich umfangreicher um als der Pi-Kern, von dem es abstammt. Die Agentenschleife routet jeden Turn über bis zu neun Modellrollen – default, smol, slow, plan, commit, vision, task, advisor und tiny – und lässt den Agenten über die Funktion ask strukturierte Rückfragen stellen. Über 30 eingebaute Werkzeuge decken Dateizugriff, strukturierte Bearbeitung (edit, ast_edit), Shell (bash), Codeintelligenz (lsp, debug), Websuche, Browser- und Desktop-Steuerung sowie Koordination (task, hub) ab; nach eigenen Angaben laufen viele dieser Werkzeuge als native Rust-Module im Prozess statt über externe Programme.

Beim ersten Start liest OMP laut Dokumentation bestehende Regeln, Skills und MCP-Server-Konfigurationen aus den Verzeichnissen anderer verbreiteter Coding-Agenten – etwa aus .claude, .cursor, .windsurf, .gemini, .codex, .cline, .github/copilot und .vscode – ein, ohne dass eine Migration nötig ist. Für Sub-Agenten fächert das Werkzeug task Arbeit in isolierte Arbeitskopien auf; der Agent Hub (Tastenkürzel Alt+A) zeigt Status, Kosten und Transkript jedes Sub-Agenten. Ein Speichersystem mit den Funktionen retain, recall, reflect und memory_edit pflegt projektbezogenes Wissen über Sitzungen hinweg.

Modelle und Modellzugang

OMP nennt in der Dokumentation über 60 Provider, gegliedert in Frontier-APIs, Coding-Plan-Abonnements und selbst betriebene Endpunkte – relevant unter anderem für Claude, GPT und Grok. Neun Rollen routen unterschiedliche Arbeit an unterschiedliche Modelle; der Befehl /model wechselt das aktive Modell mitten in der Sitzung.

Eigene OpenAI-kompatible Provider werden laut Dokumentation in der Datei ~/.omp/agent/models.yml mit baseUrl, api: openai-completions und apiKey definiert; die Standardrolle lässt sich anschließend in ~/.omp/agent/config.yml unter modelRoles.default festlegen. Damit lässt sich OMP über das AI Gateway betreiben, indem das Gateway als benutzerdefinierter Provider in dieser Datei eingetragen wird.

Einsatz im Unternehmen: Datenschutz und Governance

OMP läuft laut Dokumentation im eigenen Terminal oder Editor und verbindet sich direkt mit dem gewählten Modell-Provider oder einem selbst betriebenen Endpunkt; ein zusätzlicher Cloud-Zwischenschritt des Projekts selbst ist nicht beschrieben. Pfadgebundene Konfigurationseinträge (path:) erlauben es, erlaubte oder gesperrte Modelle je Repository festzulegen, ohne die globale Konfiguration zu ändern. Das Paket omp-stats liefert ein lokales Dashboard für die eigene KI-Nutzung statt einer Telemetrie an den Hersteller. Läuft OMP über das Agent Client Protocol in einem Editor wie Zed, pausieren destruktive Werkzeuge laut Dokumentation für eine Berechtigungsanfrage; im eigenständigen Terminal-Modus ist kein eigenes Berechtigungssystem dokumentiert.

Auch hier gilt: Quellcode, Dateiinhalte und Prompts gehen an den jeweils gewählten Modellanbieter – das gehört vorab in das Verarbeitungsverzeichnis Ihres Unternehmens, unabhängig davon, welcher der über 60 Provider zum Einsatz kommt.

OMP mit herdr orchestrieren

Die herdr-Dokumentation führt OMP als unterstützten Agenten mit Lifecycle-Hooks, sofern die Integration installiert ist; darüber liest herdr sowohl Zustand als auch Session-Informationen aus. Nach einem Server-Neustart kann herdr eine OMP-Sitzung laut Dokumentation über den Befehl omp --resume wiederherstellen.

Einordnung: Entwickler-Harness und Unternehmens-Harness

OMP ist – wie Pi, von dem es abstammt – ein Harness für Entwickler im Terminal oder Editor, nicht für Fachanwender im Unternehmen. Für diese Zielgruppe übernimmt CompanyGPT die Rolle des Harness: Werkzeuge für Fachsysteme, Kontext aus Unternehmenswissen und rollenbasierte Berechtigungen statt Terminal und Repository. Das AI Gateway bildet die gemeinsame Kosten- und Governance-Schicht, über die sich sowohl OMP als auch CompanyGPT an zentral verwaltete Modellzugänge anschließen lassen. Weitere Coding- und Orchestrierungs-Harnesses finden Sie in unserer Harness-Übersicht. Wir unterstützen Sie dabei, Harnesses wie OMP sauber an Ihr Berechtigungskonzept, Ihr Modell-Routing und Ihre Governance-Anforderungen anzubinden.

Vom Entwickler-Harness zum Unternehmens-Harness

Coding-Harnesses sind Werkzeuge für Entwickler. Für Fachanwender, Kostenkontrolle und Governance braucht es zwei weitere Schichten.

CompanyGPT – der Harness für Fachanwender

CompanyGPT gibt beliebigen Sprachmodellen Werkzeuge über MCP-Server, Integrationen und n8n, Unternehmenswissen über companyRAG, Rollen aus Entra ID oder Keycloak sowie Audit-Logs – betrieben in Ihrer Azure-Umgebung oder souverän auf STACKIT.

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AI Gateway – Kosten und Governance für alle Agenten

Das AI Gateway bündelt die Modellzugriffe Ihrer Tools und Coding-Agenten hinter einer OpenAI-kompatiblen API: Authentifizierung über Entra ID, Budgets und Kostenstellen pro Team, Nutzer und Agent, Guardrails und lückenlose Protokollierung.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist OMP (oh-my-pi)?

OMP, kurz für oh-my-pi, ist ein quelloffener Coding-Agent-Harness von Can Bölük. Laut eigener Dokumentation ist OMP ein Fork von Pi, der um zahlreiche eingebaute Funktionen erweitert wurde – etwa LSP- und Debugger-Anbindung, native Sub-Agenten, ein Speichersystem und Editor-Integration über das Agent Client Protocol.

Ist OMP Open Source?

Ja. Der Quellcode liegt unter der MIT-Lizenz im Repository can1357/oh-my-pi auf GitHub; einzelne vendorisierte Drittkomponenten stehen laut Dokumentation unter ihrer jeweils eigenen Lizenz.

Welche Modelle unterstützt OMP?

OMP bindet laut eigener Dokumentation über 60 Provider an, darunter Anthropic, OpenAI, Google Gemini, xAI, Amazon Bedrock, Azure OpenAI und OpenRouter, dazu lokale Modelle über Ollama sowie eigene OpenAI-kompatible Endpunkte. Neun Modellrollen wie default, smol, slow oder plan lassen sich getrennt konfigurieren.

Was ist der Unterschied zwischen OMP und Pi?

OMP ist laut eigener Dokumentation ein Fork des schlanken Pi-Kerns, der um Funktionen erweitert wurde, die Pi bewusst weglässt: native Sub-Agenten, LSP- und Debugger-Anbindung, ein Speichersystem und Editor-Integration über ACP. Details zu Pi finden Sie auf der [Pi-Seite](/de/ki-harness/pi/).

Ist OMP DSGVO-konform nutzbar?

OMP selbst verarbeitet Daten laut Dokumentation lokal und leitet Anfragen direkt an den gewählten Modell-Provider weiter; ob dieser Provider DSGVO-konform betrieben werden kann, hängt vom jeweiligen Anbieter und dessen Vertragsbedingungen ab und ist vorab zu prüfen und im Verarbeitungsverzeichnis abzubilden.

Funktioniert OMP mit herdr?

Ja. Die herdr-Dokumentation listet OMP als unterstützten Agenten mit Lifecycle-Hooks, sofern die Integration installiert ist; herdr liest darüber sowohl Zustand als auch Session-Informationen aus.

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