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Coding-Agent tontinton (Open-Source-Projekt) Terminal (TUI)

Maki

Maki ist ein Open-Source-Coding-Agent (MIT) für das Terminal, optimiert auf geringen Kontextverbrauch, mit Sub-Agenten, MCP und breiter BYOK-Provider-Unterstützung.

Lizenz MIT
Erstveröffentlichung März 2026 (erstes Release v0.1.0)
Oberflächen Terminal (TUI), Editor via ACP
Plattformen macOS, Linux, Windows

Die sieben Bausteine bei Maki

So setzt Maki die Bausteine eines AI Harness um

  1. 1

    Agentenschleife

    Maki ruft das gewählte Modell in einer Werkzeugschleife auf; laut Dokumentation lässt sich per Tab-Taste ein Plan-Modus umschalten, in dem Schreibzugriffe nur auf eine Plan-Datei erlaubt sind, bevor im Build-Modus tatsächliche Änderungen ausgeführt werden.

  2. 2

    Werkzeuge und Ausführungsumgebung

    Das `index`-Tool nutzt tree-sitter, um Dateien zu einem kompakten Gerüst mit exakten Start-/End-Zeilen zu verdichten; das `code_execution`-Tool führt über den Interpreter monty andere Tools sandboxed und zeitlich begrenzt aus, ohne Zwischenergebnisse in den Kontext zu schreiben.

  3. 3

    Kontextmanagement

    Laut README spart das `index`-Tool gegenüber vollständigen Datei-Reads Tokens ein; mit `rtk` lässt sich zusätzlich Bash-Output vor der Rückgabe in den Kontext filtern.

  4. 4

    Zustand und Gedächtnis

    Ein `memory`-Tool speichert dauerhaften Kontext, den Maki auf Anweisung oder automatisch anlegt; über `/memory` lassen sich gespeicherte Einträge ansehen, bearbeiten und löschen.

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    Berechtigungen

    Maki parst Bash-Befehle laut README mit tree-sitter, um etwa bei `git diff && rm -rf /` die tatsächlich angefragten Rechte (`git *` und `rm *`) getrennt zu erkennen; mit `--yolo` lässt sich die Rückfrage vollständig abschalten.

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    Verifikation und Feedback

    Verifikation erfolgt über vom Nutzer angestoßene Bash-Befehle wie Tests und Builds im `code_execution`-Tool; ein Rewind per doppeltem Escape setzt laut README den Chatverlauf zurück, jedoch ausdrücklich ohne Code-Rewind.

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    Orchestrierung

    Über das `task`-Tool delegiert Maki Arbeit an Sub-Agenten und wählt dabei ein schwaches, mittleres oder starkes Modell des jeweiligen Providers; jeder Sub-Agent erhält laut README ein eigenes, über `/tasks` (Ctrl-X) erreichbares Chat-Fenster.

Modelle und Modellzugang

Welche Modelle der Harness nutzt und über welche Wege sie bezogen werden

Modelle und Modellzugang
Modelle Modellunabhängig – Bring-your-own-model über einen frei konfigurierbaren Provider
Bezugswege Anthropic API, OpenAI API, xAI, Google (Gemini API), GitHub Copilot, Ollama (lokal oder Cloud), llama.cpp, Mistral, DeepSeek, OpenRouter, weitere OpenAI-/Anthropic-kompatible Provider laut README
Freie Modellwahl Ja
Eigener Endpunkt / LLM-Gateway Ja
Laut README lässt sich Maki über Umgebungsvariablen wie OLLAMA_HOST oder LLAMA_CPP_HOST sowie über ein eigenes Skript in ~/.config/maki/providers/ an einen selbst betriebenen, OpenAI-kompatiblen Endpunkt binden.
Funktionen
MCP-Server Sub-Agenten Hooks Skills Plugins / Erweiterungen Sandbox Headless / CI IDE-Integration Sitzungen fortsetzen
Betrieb mit herdr
Von herdr unterstützt Ja
Zustandserkennung Screen-Manifest
Integration keine
Laut herdr-Dokumentation erkennt herdr Maki-Sitzungen nur über ein Screen-Manifest, ohne Zustands- oder Sitzungsintegration.
Mehr zu herdr →

Einsatz im Unternehmen

Datenverarbeitung, Steuerung und Preismodell laut Anbieter

Datenverarbeitung

Als lokal installierte Open-Source-Software verarbeitet Maki selbst keine Nutzerdaten zentral; Prompts und Code gehen direkt an den vom Nutzer konfigurierten Modell-Provider, dessen jeweilige Datenschutzbedingungen gelten.

Identität und SSO

Ein zentrales Identitäts- oder SSO-System ist für das Open-Source-Projekt nicht dokumentiert; Zugangsdaten für Modell-Provider werden pro Nutzer lokal über Umgebungsvariablen oder OAuth-Logins der jeweiligen Provider verwaltet.

Telemetrie

Maki bietet laut README einen opt-in OpenTelemetry-Export im selben Format wie Claude Code; ohne explizite Aktivierung werden keine Telemetriedaten übertragen.

Preismodell

Maki selbst ist unter der MIT-Lizenz kostenlos nutzbar; Kosten entstehen ausschließlich über die API-Zugänge der gewählten Modell-Provider – aktuelle Konditionen siehe jeweiliger Anbieter.

Stärken
  • MIT-lizenzierter, öffentlich einsehbarer Quellcode
  • Techniken zur Reduktion des Kontextverbrauchs wie das tree-sitter-basierte index-Tool und die code_execution-Sandbox
  • Sehr breite BYOK-Provider-Unterstützung von Anthropic über OpenAI und Google bis zu lokalen Modellen über Ollama und llama.cpp
  • Granulares, tree-sitter-gestütztes Permission-System für Bash-Befehle
  • Leichtgewichtige Rust-TUI ohne JavaScript mit schnellem Start
  • Volle Sichtbarkeit von Sub-Agenten über eigene Chat-Fenster
Grenzen
  • Laut README bislang nur Rewind des Chatverlaufs, kein Code-Rewind über Checkpoints
  • Community-getragenes Einzelprojekt ohne dokumentierte Enterprise-Funktionen wie SSO, Admin-Konsole oder Auftragsverarbeitungsvereinbarung
  • Die Nutzung des OAuth-Zugangs von Anthropic ist laut README gegen dessen Nutzungsbedingungen; nur der API-Schlüssel-Zugang ist vorgesehen

Einsatzbereiche

Typische Aufgaben für diesen Harness

Coding-Aufgaben mit begrenztem Kontextbudget oder hohem Tokenkosten-Bewusstsein
Lokale, offline-fähige Entwicklung über Ollama oder llama.cpp
Editor-Integration über das Agent Client Protocol (ACP), etwa in Zed
Nicht-interaktive Automatisierung über `--print --output-format stream-json`
Parallele Teilaufgaben über mehrere Sub-Agenten mit unterschiedlicher Modellstärke

Maki ist ein quelloffener Coding-Agent für das Terminal: Er liest Codebasen über ein tree-sitter-basiertes Index-Tool, bearbeitet Dateien, führt Befehle in einer Sandbox aus und lässt sich mit einer breiten Auswahl an Modell-Providern verbinden, um aus einem beliebigen Sprachmodell einen im Terminal arbeitsfähigen AI Harness zu machen. Entwickelt wird Maki von Tony Solomonik (GitHub: tontinton) als MIT-lizenziertes Open-Source-Projekt. Stand: 20. September 2026.

Was ist Maki?

Maki stammt laut offiziellem GitHub-Repository von Tony Solomonik, veröffentlicht unter der MIT-Lizenz; das Repository wurde im Februar 2026 angelegt. Installiert wird Maki über curl -fsSL https://maki.sh/install.sh | sh (Linux/macOS) oder ein PowerShell-Skript unter Windows, alternativ per cargo install --locked --git https://github.com/tontinton/maki.git maki oder nix run github:tontinton/maki. Gestartet wird die Anwendung mit dem Befehl maki im Projektverzeichnis. Die Oberfläche ist eine leichtgewichtige Terminal-UI auf Basis von ratatui, ohne JavaScript-Laufzeit, mit laut README hoher Bildwiederholrate und geringem Speicherbedarf. Über das Agent Client Protocol (ACP, maki acp) lässt sich Maki zudem in ACP-fähige Editoren wie Zed einbinden.

Maki als AI Harness

Maki verfolgt laut eigener Beschreibung das Ziel, mit möglichst wenig Kontext-Tokens auszukommen: Das index-Tool verdichtet Dateien mit tree-sitter zu einem Gerüst aus Importen, Typdefinitionen und Funktionssignaturen samt exakten Zeilenbereichen, was laut README Lesezugriffe deutlich günstiger macht als vollständige Datei-Reads. Das code_execution-Tool führt über den Interpreter monty weitere Werkzeuge in einer zeit- und speicherbegrenzten Sandbox aus, ohne Zwischenergebnisse in den sichtbaren Kontext zu schreiben. Rechte werden nicht pauschal nach Tool-Namen vergeben: tree-sitter parst Bash-Befehle und unterscheidet laut README etwa bei git diff && rm -rf / zwischen den Rechten git * und rm *; --yolo schaltet diese Rückfragen vollständig ab. Ein memory-Tool, verwaltet über /memory, hält dauerhaften Kontext über Sitzungen hinweg fest. Über das task-Tool delegiert Maki Teilaufgaben an Sub-Agenten mit wählbarer Modellstärke (schwach, mittel, stark) und eigenem, über /tasks erreichbarem Chat-Fenster. Erweiterungen laufen über Skills, MCP-Server und neovim-artige Lua-Plugins, konfiguriert in init.lua.

Modelle und Modellzugang

Maki ist bewusst modellunabhängig: Laut README werden unter anderem Anthropic-Claude-Modelle über ANTHROPIC_API_KEY, OpenAI-GPT-Modelle über OPENAI_API_KEY oder OAuth, außerdem xAI, Google Gemini, GitHub Copilot, Mistral, DeepSeek, OpenRouter sowie lokale Modelle über Ollama und llama.cpp unterstützt; für Anthropic ist laut README ausdrücklich nur der API-Schlüssel-Zugang vorgesehen, da OAuth gegen die Nutzungsbedingungen von Anthropic verstoße. Über Umgebungsvariablen wie OLLAMA_HOST oder LLAMA_CPP_HOST sowie über ein eigenes Skript in ~/.config/maki/providers/ lässt sich Maki zudem an einen selbst betriebenen, OpenAI-kompatiblen Endpunkt binden – das eignet sich, um Maki über das AI Gateway von innFactory zu betreiben, das Agent-Harnesses als zentralen, OpenAI-kompatiblen Proxy mit Budgets, Kostenstellen und Authentifizierung über Microsoft Entra ID bereitstellt.

Einsatz im Unternehmen: Datenschutz und Governance

Maki ist lokal installierte Open-Source-Software ohne zentralen Betreiber; eigene Server oder eine Datenverarbeitung durch das Projekt selbst sind laut Dokumentation nicht vorgesehen. Prompts und Quellcode gehen direkt an den vom Nutzer gewählten Modell-Provider – Anthropic, OpenAI, Google und die übrigen unterstützten Anbieter haben jeweils eigene Datenschutz- und Aufbewahrungsbedingungen, die vorab zu prüfen sind. Telemetrie ist laut README standardmäßig deaktiviert und lässt sich optional als OpenTelemetry-Export im selben Format wie bei Claude Code aktivieren. Zentrale Enterprise-Funktionen wie SSO, eine Admin-Konsole oder eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung sind für das Community-Projekt nicht dokumentiert. Wichtig für die Praxis: Quellcode und Prompts gehen an den jeweils konfigurierten Modellanbieter – dieser Datenfluss gehört vorab ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten.

Maki mit herdr orchestrieren

Laut Dokumentation des Terminal-Orchestrierers herdr erkennt dieser Maki-Sitzungen über ein Screen-Manifest, ohne dabei auf Zustands- oder Sitzungsinformationen von Maki selbst zuzugreifen. Das erlaubt eine oberflächliche Statusanzeige von Maki-Instanzen neben anderen Coding-Agenten in einer gemeinsamen Terminal-Oberfläche, jedoch keine tiefere Integration, wie sie herdr für andere unterstützte Agenten dokumentiert.

Einordnung: Entwickler-Harness und Unternehmens-Harness

Maki ist ein Harness für Entwickler, die im eigenen Terminal möglichst kontexteffizient und provider-unabhängig arbeiten wollen. Für Fachanwender außerhalb der Entwicklung ist CompanyGPT der passende Harness: Werkzeuge über MCP-Server und n8n-Workflows, Kontext über companyRAG, Rollen aus Entra ID oder Keycloak und Audit-Logs für Fachabteilungen. Das AI Gateway bildet dabei die gemeinsame Kosten- und Governance-Schicht für beide Welten. Einen Überblick über weitere Coding-Agenten und Orchestrierer finden Sie in unserer Übersicht aller AI Harnesses. Wir unterstützen Unternehmen dabei, auch Open-Source-Harnesses wie Maki sicher, governance-konform und mit zentraler Kostenkontrolle über ein AI Gateway einzuführen.

Vom Entwickler-Harness zum Unternehmens-Harness

Coding-Harnesses sind Werkzeuge für Entwickler. Für Fachanwender, Kostenkontrolle und Governance braucht es zwei weitere Schichten.

CompanyGPT – der Harness für Fachanwender

CompanyGPT gibt beliebigen Sprachmodellen Werkzeuge über MCP-Server, Integrationen und n8n, Unternehmenswissen über companyRAG, Rollen aus Entra ID oder Keycloak sowie Audit-Logs – betrieben in Ihrer Azure-Umgebung oder souverän auf STACKIT.

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AI Gateway – Kosten und Governance für alle Agenten

Das AI Gateway bündelt die Modellzugriffe Ihrer Tools und Coding-Agenten hinter einer OpenAI-kompatiblen API: Authentifizierung über Entra ID, Budgets und Kostenstellen pro Team, Nutzer und Agent, Guardrails und lückenlose Protokollierung.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Maki?

Maki ist ein quelloffener Coding-Agent für das Terminal, geschrieben in Rust und optimiert auf geringen Verbrauch von Kontext-Tokens. Er liest Codebasen über ein tree-sitter-basiertes Index-Tool, bearbeitet Dateien, führt Befehle in einer Sandbox aus und lässt sich mit einer breiten Auswahl an Modell-Providern verbinden.

Ist Maki Open Source?

Ja. Maki wird laut offiziellem GitHub-Repository unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, der Quellcode ist frei einsehbar und weiterverwendbar.

Welche Modelle unterstützt Maki?

Maki ist modellunabhängig und unterstützt laut README unter anderem Anthropic, OpenAI, xAI, Google, GitHub Copilot, Ollama, llama.cpp, Mistral, DeepSeek und OpenRouter sowie über dynamische Provider-Skripte weitere OpenAI- oder Anthropic-kompatible Anbieter.

Ist Maki DSGVO-konform nutzbar?

Maki selbst verarbeitet als lokal installierte Open-Source-Software keine zentralen Nutzerdaten. Prompts und Quellcode gehen jedoch an den von Ihnen konfigurierten Modell-Provider; diese Verarbeitung sollte vorab im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten abgebildet und anhand der Bedingungen des gewählten Providers geprüft werden.

Funktioniert Maki mit herdr?

Ja, mit Einschränkung. Laut herdr-Dokumentation erkennt herdr Maki-Sitzungen über ein Screen-Manifest, jedoch ohne tiefere Zustands- oder Sitzungsintegration, wie sie bei anderen unterstützten Agenten dokumentiert ist.

Was unterscheidet Maki von anderen Coding-Agenten wie Claude Code?

Maki setzt laut README gezielt auf Techniken zur Reduktion des Kontextverbrauchs, etwa das index-Tool und die code_execution-Sandbox, und bindet beliebige Modell-Provider per BYOK ein. Anders als proprietäre Harnesses ist der Quellcode unter der MIT-Lizenz offen einsehbar, im Gegenzug liegen Betrieb und Provider-Wahl vollständig beim Nutzer.

Coding-Agenten sicher im Unternehmen einführen

Wir unterstützen bei Auswahl, Modellbezug in der EU, Berechtigungskonzept und Kostenkontrolle.