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Coding-Agent Factory (The San Francisco AI Factory Inc.) USA CLI, Desktop, Web/Cloud, IDE

Droid (Factory)

Droid ist der Coding-Agent-Harness von Factory für Terminal, Desktop und Cloud. Autonomie-Stufen, BYOK-Modelle, MCP-Anbindung und Enterprise-Optionen im Überblick.

Lizenz Proprietär
Oberflächen Terminal (CLI), Factory-Desktop-App, Web/Cloud (app.factory.ai), IDE (VS Code, JetBrains, Zed via ACP)
Plattformen macOS, Linux, Windows
Instruktionsdatei AGENTS.md

Die sieben Bausteine bei Droid (Factory)

So setzt Droid (Factory) die Bausteine eines AI Harness um

  1. 1

    Agentenschleife

    Droid arbeitet interaktiv in einer Terminal-Oberfläche mit Projektkontext, Freigaben und MCP-Werkzeugen oder nicht-interaktiv über droid exec, das eine einzelne Aufgabe bis zum Abschluss durchführt.

  2. 2

    Werkzeuge und Ausführungsumgebung

    Shell-Befehle, Datei-Bearbeitung und MCP-Server stehen als Werkzeuge bereit; im Terminal lässt sich mit einem Tastendruck in einen reinen Bash-Modus wechseln, um Befehle direkt ohne KI-Interpretation auszuführen.

  3. 3

    Kontextmanagement

    AGENTS.md-Dateien liefern projektspezifische Vorgaben zu Architektur, Build-/Testbefehlen und Konventionen, die Droid vor der Bearbeitung berücksichtigt.

  4. 4

    Zustand und Gedächtnis

    Sitzungen lassen sich mit droid --resume fortsetzen oder per /fork als neue Sitzung duplizieren; eine Sessions-API erlaubt zusätzlich programmatischen Zugriff auf laufende und abgeschlossene Sitzungen.

  5. 5

    Berechtigungen

    Das Autonomy Level (Off, Low, Medium, High) bestimmt risikobasiert, welche Befehle und MCP-Werkzeuge ohne Rückfrage laufen dürfen; eine eingebaute Blockliste verhindert bestimmte destruktive Befehle unabhängig von der gewählten Stufe.

  6. 6

    Verifikation und Feedback

    Sandbox-Prüfungen für Lese-, Schreib- und Netzwerkzugriff laufen unabhängig vom Autonomy Level und können zusätzliche Freigaben erzwingen; im headless-Modus stoppt droid exec bei Berechtigungsverletzungen sofort (fail-fast).

  7. 7

    Orchestrierung

    Eigene Subagenten (Custom Droids) werden als Markdown mit eigenem System-Prompt, Modell und Werkzeugumfang definiert und über das Task-Werkzeug mit wählbarer Komplexitätsstufe aufgerufen, wahlweise im Vorder- oder Hintergrund.

Modelle und Modellzugang

Welche Modelle der Harness nutzt und über welche Wege sie bezogen werden

Modelle und Modellzugang
Modelle Modellauswahl über eingebaute und selbst hinterlegte Modelle (Anthropic-, OpenAI- und weitere Provider); kein einzelnes festes Standardmodell dokumentiert
Bezugswege Anthropic-API-kompatibel, OpenAI-API-kompatibel, generische OpenAI-Chat-Completions-kompatible Endpunkte (u. a. OpenRouter, Fireworks, Together AI, Ollama, vLLM, lokale Server)
Freie Modellwahl Ja
Eigener Endpunkt / LLM-Gateway Ja
Eigene Modelle werden in der Konfigurationsdatei settings.json unter customModels mit den Feldern model, baseUrl, provider und optional apiKeyHelper hinterlegt; laut Dokumentation gilt das für Droid CLI und die Desktop-App, nicht für die gehostete Web-/Mobile-Plattform.
Funktionen
MCP-Server Sub-Agenten Hooks Skills Plugins / Erweiterungen Sandbox Headless / CI SDK IDE-Integration Checkpoints Sitzungen fortsetzen
Betrieb mit herdr
Von herdr unterstützt Ja
Zustandserkennung Screen-Manifest
Integration Session
Laut herdr-Dokumentation (Stand 20. September 2026) erkennt herdr Droid über das Terminal-Bildschirmbild und bindet die Sitzung in seine Sitzungsverwaltung ein.
Mehr zu herdr →

Einsatz im Unternehmen

Datenverarbeitung, Steuerung und Preismodell laut Anbieter

EU-Datenresidenz

Für Enterprise-Kunden mit europäischen Datenresidenz-Anforderungen bietet Factory eine EU-Organisation mit eigenem API-Backend und eigener Web-App innerhalb der Europäischen Wirtschaftsraums; Organisations- und Abrechnungsdaten bleiben laut Dokumentation in den USA.

Air-Gap und Netzwerkkontrolle

Droid lässt sich laut Dokumentation vollständig luftgekapselt betreiben, unterstützt HTTP(S)-Proxys, eigene Zertifizierungsstellen für HTTPS-Inspektion und Mutual TLS für Client-Zertifikate.

Zentrale Admin-Richtlinien

Große Organisationen verteilen Modellzugriff, Sandbox-Netzwerkregeln, IP-Beschränkungen und Feature-Gates über einen zentralen Konfigurationsdienst oder eine per MDM verteilte Konfigurationsdatei, die bereits vor der ersten Anmeldung greift.

Telemetrie

OpenTelemetry-Daten lassen sich laut Dokumentation intern sammeln oder an einen externen Collector weiterleiten.

Datenverarbeitung

Factory (The San Francisco AI Factory Inc.) stellt für EU-Nutzer eine Datenverarbeitungsvereinbarung bereit und verweist bei Datenübermittlung in die USA auf Standardvertragsklauseln.

Stärken
  • Headless-Modus (droid exec) mit Text-, JSON- und stream-jsonrpc-Ausgabe für CI/CD-Pipelines
  • Custom Models/BYOK erlauben eigene API-Keys, lokale Modelle oder OpenAI-kompatible Endpunkte
  • Autonomy Level steuert risikobasiert, welche Befehle ohne Rückfrage laufen dürfen
  • Custom Droids (Subagenten) lassen sich projektweit oder persönlich als Markdown definieren
  • EU-Deployment-Option für Enterprise-Kunden mit Datenresidenz-Anforderungen
  • Eigene IDE-Erweiterung für VS Code, Cursor und Windsurf sowie ACP-Anbindung für JetBrains und Zed
Grenzen
  • Eigene Modell-Endpunkte (BYOK) gelten laut Dokumentation nur für Droid CLI und die Desktop-App, nicht für die gehostete Web-/Mobile-Plattform
  • Laut Dokumentation sind nur Anthropic- und OpenAI-Modelle über ihre offizielle API vollständig getestet; für andere BYOK-Modelle kann Factory die Funktion nicht garantieren, und Modelle unter 30 Milliarden Parametern werden für produktive Coding-Aufgaben nicht empfohlen
  • Die JetBrains-Integration ist laut Dokumentation aktuell ein reines ACP-Chat-Frontend und teilt anders als die VS-Code-Erweiterung noch keine offenen Dateien, Selektionen oder Diagnosen automatisch

Einsatzbereiche

Typische Aufgaben für diesen Harness

Interaktive Coding-Sitzungen im Terminal mit Projektkontext und Freigaben
Automatisierte Code-Änderungen und -Prüfungen über droid exec in CI/CD-Pipelines
Parallele Aufgaben über mehrere Git-Worktrees hinweg
Delegation abgegrenzter Teilaufgaben an spezialisierte Custom Droids
Anbindung eigener oder lokal gehosteter Modelle über Custom Models/BYOK

AI Harness-Software macht aus einem Sprachmodell einen arbeitsfähigen Agenten. Droid ist der Coding-Agent-Harness von Factory (rechtlich: The San Francisco AI Factory Inc.), der Sprachmodelle mit Werkzeugen, MCP-Servern und einem risikobasierten Freigabesystem verbindet und im Terminal, als Desktop-App und cloudbasiert läuft. Stand: 20. September 2026.

Was ist Droid?

Droid ist Factorys Coding-Agent und läuft laut Dokumentation „überall gleich": als Terminal-CLI, als Desktop-App oder cloudbasiert über die Web-Plattform. Installiert wird die CLI je nach Plattform per Installationsskript (curl -fsSL https://app.factory.ai/cli | sh), Homebrew (brew install --cask droid) oder npm (npm install -g droid); auf Linux wird zusätzlich das Paket xdg-utils benötigt. Nach der Installation navigiert man in ein Projektverzeichnis und startet mit dem Befehl droid eine interaktive Sitzung, die sich per Browser-Login authentifiziert.

Droid als AI Harness

Die Agentenschleife von Droid läuft entweder interaktiv in einer Terminal-Oberfläche mit sichtbaren Freigaben und Diffs oder nicht-interaktiv über den Headless-Befehl droid exec, der eine Aufgabe einmalig bis zum Abschluss bearbeitet und Text-, JSON- oder stream-jsonrpc-Ausgabe liefert. Projektkontext liefert eine AGENTS.md-Datei mit Architektur, Build-/Testbefehlen und Konventionen. Rechte steuert das sogenannte Autonomy Level in vier Stufen – Off, Low, Medium, High –, das risikobasiert festlegt, welche Befehle und MCP-Werkzeuge ohne Rückfrage laufen dürfen; eine eingebaute Blockliste verhindert bestimmte destruktive Befehle unabhängig von der gewählten Stufe, und separate Sandbox-Prüfungen für Datei- und Netzwerkzugriff können zusätzlich Freigaben erzwingen. Ein /rewind-Menü beziehungsweise der Befehl /rewind-conversation erlaubt es, Änderungen einer Sitzung zurückzusetzen. Über hooks.json, SKILL.md-Dateien unter .factory/skills/ und ein Plugin-System (.factory-plugin/) lässt sich Droid um deterministische Automatisierung, wiederverwendbare Workflows und teamweit verteilte Erweiterungen ergänzen. Für abgegrenzte Teilaufgaben lassen sich eigene Subagenten („Custom Droids") als Markdown-Dateien mit eigenem System-Prompt, Modell und Werkzeugumfang definieren und per Task-Werkzeug im Vorder- oder Hintergrund aufrufen.

Modelle und Modellzugang

Droid nennt kein einzelnes festes Standardmodell, sondern lässt sich über eingebaute Verbindungen sowie über Custom Models (BYOK) mit eigenen Claude- oder GPT-kompatiblen API-Keys sowie über Router wie OpenRouter oder lokale Server wie Ollama und vLLM verbinden. Konfiguriert wird das in der Datei settings.json unter dem Schlüssel customModels mit den Feldern model, baseUrl, provider und optional apiKeyHelper. Laut Dokumentation gilt diese eigene Endpunkt-Anbindung für Droid CLI und die Desktop-App, nicht für die gehostete Web-/Mobile-Plattform. Ob sich dieser konfigurierbare Endpunkt konkret über das AI Gateway betreiben lässt, ist im Einzelfall anhand der jeweiligen Gateway-Schnittstelle zu prüfen.

Einsatz im Unternehmen: Datenschutz und Governance

Für Enterprise-Kunden mit europäischen Datenresidenz-Anforderungen bietet Factory eine EU-Organisation mit eigenem API-Backend und eigener Web-App innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums an; Organisations- und Abrechnungsdaten verbleiben laut Dokumentation in den USA, wobei für Datenübermittlungen dorthin Standardvertragsklauseln vereinbart werden sollen. Droid lässt sich zudem vollständig luftgekapselt betreiben, mit eigenen Zertifizierungsstellen, Mutual TLS und zentral verteilten Admin-Richtlinien für Modellzugriff, Netzwerkregeln und IP-Beschränkungen. Wichtig für Unternehmen: Quellcode und Prompts gehen an den jeweils konfigurierten Modellanbieter und gehören vorab ins Verarbeitungsverzeichnis.

Droid mit herdr orchestrieren

herdr führt Droid in seiner Agenten-Tabelle mit der Integrationsstufe „Screen-Manifest" und „Session". Das bedeutet: herdr erkennt Droid-Sitzungen über das Terminal-Bildschirmbild und bindet sie zusätzlich in seine übergreifende Sitzungsverwaltung ein, etwa um mehrere Agenten koordiniert zu starten und zu beobachten.

Einordnung: Entwickler-Harness und Unternehmens-Harness

Droid ist ein Werkzeug für Entwickler im Terminal, auf dem Desktop oder in der Cloud. Für Fachanwender außerhalb der Entwicklung ist CompanyGPT der passende Harness: gleiche Grundidee aus Werkzeugen, Kontext und Berechtigungen, aber ausgelegt auf Unternehmensrollen, Integrationen und Audit-Anforderungen. Das AI Gateway kann als gemeinsame Kosten- und Governance-Schicht über verschiedene Harnesses hinweg dienen. Einen Überblick über weitere Coding-Agenten und Orchestrierer finden Sie in unserer Übersicht aller KI-Harnesses. Wir unterstützen Unternehmen dabei, Coding-Harnesses wie Droid sicher einzuführen und mit der eigenen KI-Governance zu verbinden.

Vom Entwickler-Harness zum Unternehmens-Harness

Coding-Harnesses sind Werkzeuge für Entwickler. Für Fachanwender, Kostenkontrolle und Governance braucht es zwei weitere Schichten.

CompanyGPT – der Harness für Fachanwender

CompanyGPT gibt beliebigen Sprachmodellen Werkzeuge über MCP-Server, Integrationen und n8n, Unternehmenswissen über companyRAG, Rollen aus Entra ID oder Keycloak sowie Audit-Logs – betrieben in Ihrer Azure-Umgebung oder souverän auf STACKIT.

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AI Gateway – Kosten und Governance für alle Agenten

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Droid?

Droid ist der Coding-Agent-Harness von Factory (The San Francisco AI Factory Inc.). Er läuft als Terminal-CLI, als Desktop-App und cloudbasiert und verbindet Sprachmodelle mit Datei-Werkzeugen, Shell-Befehlen, MCP-Servern und einem risikobasierten Freigabesystem.

Ist Droid Open Source?

Nein. Droid wird als proprietäre Anwendung über Homebrew, npm oder eigene Installationsskripte verteilt; ein öffentliches Quellcode-Repository der Anwendung selbst ist nicht dokumentiert.

Welche Modelle unterstützt Droid?

Droid unterstützt eingebaute Modellverbindungen sowie über Custom Models (BYOK) eigene Anthropic- oder OpenAI-kompatible API-Keys, Router wie OpenRouter oder lokale Server wie Ollama und vLLM. Ein einzelnes festes Standardmodell nennt die Dokumentation nicht.

Kann ich bei Droid eigene Modelle oder einen eigenen Endpunkt nutzen?

Ja. In der Konfigurationsdatei lassen sich unter customModels eigene Modelle mit Basis-URL, Provider-Typ und API-Key hinterlegen; das gilt laut Dokumentation für Droid CLI und die Desktop-App, nicht für die gehostete Web-/Mobile-Plattform.

Ist Droid DSGVO-konform nutzbar?

Factory bietet Enterprise-Kunden eine EU-Organisation mit europäischem API-Backend und eine Datenverarbeitungsvereinbarung an; Organisations- und Abrechnungsdaten verbleiben laut Dokumentation in den USA, wobei bei Datenübermittlung dorthin Standardvertragsklauseln greifen sollen. Die konkrete DSGVO-Bewertung hängt vom Einzelfall ab.

Funktioniert Droid mit herdr?

Ja. Laut herdr-Dokumentation erkennt der Orchestrierer Droid über sein Terminal-Bildschirmbild und bindet die Sitzung zusätzlich in seine Sitzungsverwaltung ein.

Coding-Agenten sicher im Unternehmen einführen

Wir unterstützen bei Auswahl, Modellbezug in der EU, Berechtigungskonzept und Kostenkontrolle.