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CompanyGPT als Langdock Alternative 2026: Der Vergleich für Entscheider

Tobias Jonas Tobias Jonas | | 8 min Lesezeit

Die OMR 2026 in Hamburg rückt Langdock ins Rampenlicht. Das Berliner Unternehmen präsentiert sich als „Platform for AI Adoption" für den Mittelstand und Enterprise-Kunden. Viele IT-Entscheider und Geschäftsführer recherchieren jetzt, welche KI-Plattform die richtige Wahl für ihr Unternehmen ist. Gleichzeitig wächst die Suche nach einer Langdock Alternative, denn Unternehmen mit eigener Cloud-Strategie prüfen genau, welches Betriebs- und Kostenmodell zu ihren Anforderungen passt.

Dieser Artikel vergleicht CompanyGPT und Langdock faktenbasiert in den relevanten Dimensionen: Betriebsmodell, Deployment, Funktionsumfang, Datenschutz und Erweiterbarkeit. Ziel ist es, Entscheidern eine fundierte Grundlage für die Wahl der richtigen KI-Plattform zu geben.

Langdock im Überblick

Langdock hat sich seit der Gründung eine starke Marktposition aufgebaut. Das Unternehmen aus Berlin nennt auf der eigenen Website prominente Referenzkunden wie Merck, BASF, Der Spiegel und UNICEF. Langdock wird in der EU (Microsoft Azure) gehostet und bietet nach eigenen Angaben Zugang zu allen führenden KI-Modellen. Die Plattform bietet flexible Deployment-Optionen (Managed Cloud, eigene Cloud, On-Premise). Aktuelle Konditionen und Funktionsdetails nennt Langdock auf der eigenen Website.

Das ist ein solides Angebot. Der Unterschied zu CompanyGPT liegt weniger im „besser oder schlechter" als im grundsätzlichen Ansatz: Langdock ist primär eine SaaS-Plattform, CompanyGPT wird als eigene Infrastruktur in der Cloud des Kunden aufgebaut – ohne Per-User-Lizenzen und mit integrierter Rechts- und Compliance-Beratung.

CompanyGPT vs. Langdock: Das Wichtigste auf einen Blick

Die folgende Vergleichstabelle ordnet die beiden Ansätze ein. Für Langdock-Details sind die jeweils aktuellen Angaben des Anbieters maßgeblich.

DimensionCompanyGPTLangdock
BetriebsmodellEigene Infrastruktur im Tenant des KundenSaaS-Plattform
LizenzmodellKeine Per-User-LizenzPer-User-Lizenz
KostenmodellFestpreis-ModellSiehe Anbieter
DeploymentEigener Azure-Tenant des Kunden ab dem 1. NutzerManaged Cloud, eigene Cloud, On-Premise
Token-AbrechnungDirekt beim Cloud-Anbieter, kein Aufschlag durch innFactoryLaut Anbieter im Abomodell inkludiert, nähere Infos siehe Anbieterdoku
DokumentenerstellungExcel, Word, PowerPoint, PDF, CSV über companyFILESDokumenten-Upload, Chat und Bearbeitung
Dashboard und AnalyticscompanyDASHBOARD mit Kosten pro User und ModellUsage Monitoring
DSGVO und AI ActDaten in der Kunden-Cloud, KI-Leitlinie und Schulung inklusiveDSGVO-konform, EU-Hosting
ModellauswahlOpenAI, Gemini, Claude, Llama, Perplexity AI, GptOSS120Alle führenden Modelle
KI-Compliance-BeratungInklusive (Fachanwalt für IT-Recht)Siehe Anbieter

Der entscheidende Unterschied: kein Per-User-Lizenzmodell

CompanyGPT verzichtet vollständig auf Per-User-Lizenzen und nutzt stattdessen ein planbares Festpreis- und Wartungsmodell, das unabhängig von der Nutzerzahl ist. Die Einrichtung der gesamten Plattform im eigenen Azure-Tenant umfasst die vollständige Installation, Konfiguration, eine individuelle KI-Leitlinie für den EU AI Act und eine Mitarbeiterschulung. Optional kann ein Wartungsvertrag abgeschlossen werden, der Updates, Support und alle Erweiterungen wie MCP-Server und den Agent Marketplace umfasst. Konkrete Preise nennen wir auf der Produktseite oder auf Anfrage.

Klassische SaaS-Lizenzmodelle rechnen dagegen typischerweise pro Nutzer ab – die Lizenzkosten skalieren also linear mit der Nutzerzahl. Bei CompanyGPT bestehen die laufenden Kosten ausschließlich aus Infrastruktur und Token-Verbrauch, die zum Listenpreis des Cloud-Anbieters anfallen. Gerade bei wachsender Nutzerzahl verschiebt sich der Kostenvorteil dadurch zunehmend zugunsten von CompanyGPT. Für eine belastbare Entscheidung empfehlen wir, die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) auf Basis der jeweils aktuellen Anbieterkonditionen und der eigenen Nutzungsintensität zu rechnen.

Eigene, dedizierte Umgebung ab Tag 1

CompanyGPT wird immer im eigenen Microsoft Azure Tenant des Kunden betrieben, vollautomatisiert über Kubernetes (AKS). Jeder Kunde erhält von Anfang an seine eigene, vollständig isolierte Umgebung – unabhängig von der Unternehmensgröße und ohne Mindestnutzerzahl.

Bei CompanyGPT werden Dokumente, Chatverläufe und Wissensdatenbanken in der Cloud-Umgebung des Kunden gespeichert und verarbeitet. Die KI-Inferenz selbst läuft über vertraglich abgesicherte Modell-Endpunkte der Hyperscaler (Azure OpenAI, AWS Bedrock, Vertex AI) in EU-Regionen mit Zero-Data-Retention-Vereinbarungen. So bleiben die Daten unter der Kontrolle des Kunden, ohne dass innFactory als Beratungsunternehmen darauf zugreift.

Optional steht mit STACKIT eine souveräne deutsche Cloud-Alternative bereit, die vollständig auf europäischer Infrastruktur basiert – interessant besonders für das Gesundheitswesen, die Finanzbranche und den öffentlichen Sektor.

companyFILES: Dokumente erstellen, nicht nur analysieren

Über companyFILES können CompanyGPT-Nutzer vollständige Office-Dokumente direkt aus der Chat-Oberfläche heraus erstellen und analysieren. Das umfasst Excel-Tabellen mit Formeln und Formatierungen, Word-Dokumente mit Inhaltsverzeichnis und Absatzformatierung, PowerPoint-Präsentationen mit Folienstruktur, PDF-Dateien und CSV-Exporte.

Der Produktivitätsvorteil ist erheblich. Ein Vertriebsmitarbeiter kann per natürlicher Sprache eine Angebotsvorlage als Word-Dokument erstellen lassen. Ein Controller kann eine Finanzübersicht als formatierte Excel-Tabelle anfordern. Ein Projektleiter kann eine Statusbericht-Präsentation generieren lassen. companyFILES ist über den integrierten MCP-Server tief in die Plattform eingebettet.

Auch Langdock bietet nach eigenen Angaben eine Office-Dokumentenerstellung an. Für den genauen Funktionsumfang konsultieren Sie bitte die Seite des Anbieters.

companyDASHBOARD: Volle Transparenz über Nutzung und Kosten

CompanyGPT bietet mit dem companyDASHBOARD detaillierte Nutzungsstatistiken, den Token-Verbrauch aufgeschlüsselt nach einzelnen Nutzern und Modellen, Modell-Auswertungen und eine vollständige Kostenübersicht. Diese Transparenz ist besonders wichtig für Unternehmen, die ihre KI-Ausgaben gegenüber der Geschäftsführung oder dem Controlling rechtfertigen müssen.

MCP-Server, n8n und Agent Marketplace: Erweiterbarkeit

Eine KI-Plattform entfaltet ihren vollen Nutzen erst, wenn sie in bestehende Systeme und Workflows integriert werden kann. CompanyGPT setzt konsequent auf offene Standards und das Model Context Protocol (MCP) und bietet einen Agent Marketplace, über den Unternehmen vorgefertigte und eigene Agenten einsetzen können. Die Integration mit n8n ermöglicht Low-Code-Automatisierung für komplexe Geschäftsprozesse.

Weitere Funktionen umfassen die SharePoint-Integration für den Zugriff auf Unternehmensdaten via companyRAG mit Permission-Mirroring, Websuche mit Quellenangaben über Perplexity AI, Erinnerungsfunktionen, Mistral OCR für die Texterkennung in Bildern und Scans sowie companyTRANSLATE für professionelle Übersetzungen. Bei CompanyGPT sind diese Erweiterungen im Wartungsvertrag enthalten.

Token-Kosten direkt über die eigene Cloud

Bei CompanyGPT laufen die Token-Kosten direkt über den eigenen Azure- oder Google-Cloud-Account des Kunden. Es gibt keinen Zwischenhändler und keinen Aufschlag durch innFactory; bei Langdock sind die Token-Kosten nach eigenen Angaben in den Abopreisen inkludiert. Die Abrechnung ist transparent, und der Kunde profitiert von den jeweils aktuellen Preisen der Cloud-Anbieter, einschließlich eventueller Mengenrabatte oder Reserved-Capacity-Vereinbarungen. Wer die Modelle direkt über die eigene Cloud-Subscription bezieht, behält die volle Kostenkontrolle und kann bestehende Rahmenverträge mit den Hyperscalern nutzen.

Modellvielfalt: OpenAI, Claude, Gemini, Llama und mehr

Beide Plattformen sind modellagnostisch und unterstützen eine breite Palette an KI-Modellen. CompanyGPT unterstützt unter anderem:

  • OpenAI GPT-5.6 (in der EU-Data-Zone GPT-5.4/5.5) über Azure AI Foundry
  • Google Gemini 3.5 über Vertex AI
  • Claude (Anthropic), z. B. Opus 4.8, über Vertex AI bzw. AWS Bedrock
  • Llama und GptOSS120 über STACKIT
  • Perplexity AI für quellenbasierte Webrecherche
  • Google Nano Banana für Bildgenerierung

Die Modelle laufen direkt über die Cloud-Infrastruktur des Kunden. Langdock bietet nach eigenen Angaben Zugang zu allen führenden Modellen über eine einheitliche Schnittstelle.

DSGVO und EU AI Act: Compliance mit Rechtsberatung

Datenschutz und regulatorische Compliance sind für europäische Unternehmen nicht verhandelbar. Beide Plattformen sind DSGVO-konform und in der EU gehostet.

CompanyGPT setzt einen anderen Schwerpunkt: Die Plattform wird in der eigenen Cloud des Kunden betrieben, und innFactory liefert im Einrichtungspreis eine individuelle KI-Leitlinie sowie eine KI-Compliance-Beratung mit Fachanwalt für IT-Recht und eine Mitarbeiterschulung. Dokumente, Chatverläufe und Wissensdaten werden in der Azure- oder STACKIT-Umgebung des Kunden gespeichert und verarbeitet. Diese Architektur unterstützt die Anforderungen der DSGVO, des EU AI Act und branchenspezifischer Regularien wie der ärztlichen Schweigepflicht nach Paragraph 203 StGB.

Langdock und der US CLOUD Act: Wie deutsch ist Langdock wirklich?

Rund um die OMR 2026 wird Langdock häufig als deutsche KI-Plattform wahrgenommen. Das stimmt formal: Betreiberin ist die Langdock GmbH mit Sitz in Berlin. Bei der Frage nach echter Datensouveränität lohnt sich jedoch ein genauerer Blick auf die Eigentümer- und Kontrollstruktur.

Langdock ist ein Startup aus dem Y-Combinator-Programm (Batch S23) und wird überwiegend von US-amerikanischen Risikokapitalgebern finanziert, darunter Y Combinator selbst, General Catalyst und La Famiglia. Wie bei Y-Combinator-Startups üblich, steht über der operativen deutschen GmbH in der Regel eine US-amerikanische Holding (typische Delaware-Struktur); eine stärkere US-Ausrichtung samt möglicher US-Niederlassung wurde 2025 öffentlich erwogen.

Für Datenschutz und digitale Souveränität ist dieser Punkt entscheidend. Anbieter, die von einer US-Holding kontrolliert werden, fallen potenziell unter den US CLOUD Act. Dieser verpflichtet dem US-Recht unterworfene Unternehmen, US-Behörden auf Anordnung Zugriff auf gespeicherte Daten zu gewähren – unabhängig davon, ob die Server in den USA oder in der EU stehen. Die rein physische Datenhaltung in einem EU-Rechenzentrum reicht in diesem Fall nicht aus, um den Zugriff durch US-Behörden auszuschließen.

Genau dieses Spannungsfeld zwischen DSGVO und CLOUD Act ist 2026 einer der wichtigsten Gründe, warum europäische Unternehmen die Kontrollstruktur ihrer KI-Anbieter prüfen.

CompanyGPT verfolgt hier einen grundlegend anderen Ansatz. Die Plattform wird im eigenen Microsoft-Azure-Tenant des Kunden betrieben oder wahlweise auf der vollständig souveränen deutschen STACKIT-Cloud. Es gibt keinen US-kontrollierten Zwischenhändler, der Daten routet oder verarbeitet. Die Daten verbleiben in der vom Kunden kontrollierten Infrastruktur, und innFactory als deutsches Beratungsunternehmen hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff darauf. Für Unternehmen in regulierten Branchen – Gesundheitswesen, Finanzsektor, öffentliche Verwaltung – ist diese Architektur der entscheidende Unterschied zwischen formaler DSGVO-Konformität und echter Datensouveränität.

Für wen ist CompanyGPT die richtige Wahl?

CompanyGPT eignet sich besonders für folgende Anforderungsprofile:

  • Unternehmen jeder Größe, die volle Kontrolle über ihre Daten in der eigenen Cloud wollen – ohne Mindestgröße und ohne Staffelung nach Seats.
  • Organisationen, die kein Per-User-Lizenzmodell wünschen und planbare, von der Nutzerzahl unabhängige Kosten bevorzugen.
  • Teams, die Office-Dokumente per KI erstellen und nicht nur analysieren möchten (companyFILES).
  • Unternehmen mit bestehender Microsoft-Azure-Infrastruktur, die CompanyGPT nahtlos integrieren wollen.
  • Organisationen, die KI-Compliance inklusive Rechtsberatung (Fachanwalt) und Schulung aus einer Hand erwarten.

Fazit

Langdock ist eine etablierte SaaS-Plattform mit starken Referenzkunden und EU-Hosting – eine gute Wahl für Organisationen, die einen schnellen SaaS-Rollout priorisieren.

CompanyGPT ist die naheliegende Alternative für Unternehmen, die Datensouveränität in der eigenen Cloud, ein von der Nutzerzahl unabhängiges Kostenmodell und integrierte Compliance-Beratung mit Fachanwalt in einem Paket wollen. Funktionen wie companyFILES, companyDASHBOARD, companyRAG (SharePoint mit Permission-Mirroring) und die n8n-Integration sind im Wartungsvertrag enthalten.

Wer nach der OMR 2026 eine fundierte Entscheidung treffen möchte, sollte beide Lösungen anhand der eigenen Anforderungen vergleichen und dabei die Gesamtkosten über 12 bis 24 Monate betrachten. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Anbieter.

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Tobias Jonas ist Founder der innFactory AI Consulting GmbH und der innFactory GmbH, Microsoft Cloud Solution Provider und Google Cloud Partner. Tobias war als Gast auf der OMR 2026 und berät Unternehmen zur sicheren KI-Einführung. LinkedIn-Profil

Tobias Jonas
Geschrieben von

Tobias Jonas

Co-CEO, M.Sc.

Tobias Jonas, M.Sc. ist Mitgründer und Co-CEO der innFactory AI Consulting GmbH. Er ist ein führender Innovator im Bereich Künstliche Intelligenz und Cloud Computing. Als Co-Founder der innFactory GmbH hat er hunderte KI- und Cloud-Projekte erfolgreich geleitet und das Unternehmen als wichtigen Akteur im deutschen IT-Sektor etabliert. Dabei ist Tobias immer am Puls der Zeit: Er erkannte früh das Potenzial von KI Agenten und veranstaltete dazu eines der ersten Meetups in Deutschland. Zudem wies er bereits im ersten Monat nach Veröffentlichung auf das MCP Protokoll hin und informierte seine Follower am Gründungstag über die Agentic AI Foundation. Neben seinen Geschäftsführerrollen engagiert sich Tobias Jonas in verschiedenen Fach- und Wirtschaftsverbänden, darunter der KI Bundesverband und der Digitalausschuss der IHK München und Oberbayern, und leitet praxisorientierte KI- und Cloudprojekte an der Technischen Hochschule Rosenheim. Als Keynote Speaker teilt er seine Expertise zu KI und vermittelt komplexe technologische Konzepte verständlich.

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